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Guns n' Roses Reunion 2016 : Erfolgreiche Comebacks: Wem es gelang – und wem nicht

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Weg vom Fenster und dann wieder erfolgreich zurückkommen - das schafft nicht jeder Künstler. shz.de mit Beispielen.

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erstellt am 05.Jan.2016 | 19:17 Uhr

Lange zerstritten und jetzt doch wieder zusammen auf der Bühne: Die legendäre US-Rockband Guns N' Roses will im April in Kalifornien beim Coachella-Musikfestival fast in Originalbesetzung auftreten. Wie im Festivalprogramm angekündigt wird, soll die Band am 16. und am 23. April als Headliner auf der Bühne stehen. Spekulationen über ein mögliches Comeback der Gruppe mit ihren beiden seit langem zerstrittenen Frontleuten, dem Sänger Axl Rose (53) und dem Gitarristen Slash (50), sorgen seit Wochen in der Musikszene für Schlagzeilen. Die Reunion in fast der legendären Besetzung aus den 90er Jahren ist eine Sensation. Doch die Rocker sind nicht die einzigen Künstler, die ein erfolgreiches Revival feiern.

Queen

Queen ohne Freddy Mercury geht nicht. Queen ist nicht Queen ohne diese unverwechselbare Stimme, die für Welthits wie „Bohemian Rhapsody“ oder „We will rock you“ steht. Dachten viele nach dem Tod von Sänger Mercury 1991. Nichts da. Nach dem posthum erschienenen „Made in Heaven“ machte Queen mit einem neuen Sänger weiter. Paul Rodgers ersetzte den eigentlich unersetzlichen Mercury. 2008 erschien das Album „The Cosmos Rocks“, was in Deutschland und Großbritannien in den Top Ten war. Zwei Welttourneen und Live-Veröffentlichungen folgten.

Tom Jones

Der Tiger beißt wieder. Zumindest seit seinem fulminanten Comeback 2000 mit dem Album „Reload 1999/2000“. „Sex Bomb“ von und mit Mousse T dudelte im Radio und in Diskotheken rauf und runter. Auf dem Album sammelte er Stars wie die Stereophonics, Robbie Williams oder die Cardigans-Fronfrau Nina Persson um sich. Jones ist Jurymitglied der Castingshow „The Voice UK“. Dort werden die jungen Gesangstalente vermutlich keine Unterhosen auf die Bühne werfen wie zu Jones Glanzzeiten in den 1960'gern, in denen er mit „It's not unusual“ oder „Thunderball“ weltweit Erfolge feierte.

Bee Gees

Von der Beatmusik zum Falsettgesang: Mit „Saturday Night Fever“ und „Staying Alive“ haben sich die Familienband um die drei Gibb-Brüder unsterblich gemacht. Seit den 1960'ern feierte die Gruppe Erfolge, zunächst in Australien, dann weltweit. Mit dem kommerziellen Erfolg kamen aber auch die Kritik und Verrisse von der Fachpresse. Es folgen Streits und die Trennung. Die hat der Band aber nicht geschadet. 1970 gab es die Wiedervereinigung und erste beachtliche Erfolge (zwei Hits mit Goldauszeichnungen).  Richtig durchstarteten die Brüder aber mit ihrem Falsettgesang in der Disco-Zeit der 70er und ihrem Soundtrack zu „Saturday Night Fever“ .

Geglückte Comebacks sind allerdings keine Selbstverständlichkeit, wie folgende Bands zeigen.

No Angels

Die erste Castingband der Pro Sieben Serie „Popstars“ legte seit 2000 einen garndiosen Start hin. Über fünf Millionen Platten machten sie zeitweise zur erfolgreichsten Girlgroup auf dem europäischen Festland. Nach der Auflösung 2003 und dem Comeback 2007 mit dem vierten Album „Destiny“ ging es langsam bergab. Beim Eurovision Song Contest 2008 wurde die Gruppe drittletzter.  Einzelne Mitglieder machten statt mit ihrer Musik durch ihr Privatleben Schlagzeilen. Engel-Benaissa wurde 2009 wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verhaftet. 2014 löste sich die Gruppe auf.

Whitney Houston

In den 80er und 90er Jahren lag ihr die Welt zu Füßen.  Mit ihrer Drei-Oktaven Stimme begeisterte sie von ihrem ersten Album 1985 an die Zuhörer. Das Debütalbum „Whitney Houston“ ist eines des erfolgreichsten Debüts überhaupt. Von da an ging es bergauf - von 1988 mit der Olympia-Hymne „One Moment in Time“, über den Film „Bodyguard“ bis zu einem Weihnachtsalbum 2003. Gerüchte über ihren Gesundheitszustand und ihre Drogensucht machten die Runde. 2009 veröffentlichte sie ein sehr erfolgreiches Album, die anschließenden Konzerte allerdings endeten oft in einem Desaster. Von ihrer einstigen Stimme war nicht viel übrig geblieben - live enttäuschte sie ihre Fans, die teilweise scharenweise die Konzerte verließen. Danach konnte sie nie mehr an ihre vorherigen Erfolge anknüpfen. 2012 wurde Houston tot in einer Badewanne gefunden.

New Kids on the Block

In den 90ern ließen sie reihenweise Mädchenherzen höher schlagen.  Und waren als erste Boyband Vorlage für weitere Band wie Take That und die Backstreet Boys. Zwei Alben auf Platz 1 in den USA, zahlreiche Auszeichnungen, besondere Sicherheitsvorkehrungen bei ihren Konzerten - vor den enthusiatischen weiblichen Fans - und 30.000 Briefe pro Woche machten sie zu einem Phänomen. 1994 trennte sich die fünfköpfige Band. Nach ihrer Wiedervereinigung 2008 feierte die Band live Erfolge, ihre Alben konnten aber nicht an ihre bishérigen Platzierungen anknüpfen.

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