Tod von Journalistin Kim Wall : Erfinder Peter Madsen hatte Hinrichtungs-Videos auf seinem Computer

Das U-Boot des dänischen Ingenieurs Peter Madsen liegt im Hafen von Kopenhagen in einem von der Polizei abgesperrten Bereich.
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Das U-Boot des dänischen Ingenieurs Peter Madsen liegt im Hafen von Kopenhagen in einem von der Polizei abgesperrten Bereich. /Ritzau Foto

Die schwedische Journalistin kam auf Peter Madsens „Nautilus“ ums Leben. Die Hintergründe sind noch unklar.

shz.de von
04. Oktober 2017, 07:45 Uhr

Kopenhagen | Der des Mordes verdächtigte dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen hatte Videos von Hinrichtungen auf einer Festplatte gespeichert. Mit großer Wahrscheinlichkeit seien diese Filme, in denen Frauen gehängt und verbrannt würden, echt, erklärte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Ritzau am Dienstag bei einer Anhörung zur Untersuchungshaft des Erfinders.

Madsen wird beschuldigt, die schwedische Journalistin Kim Wall am 10. oder 11. August an Bord seines selbstgebauten U-Bootes getötet zu haben. Er selbst hatte angegeben, der Frau sei ein schweres Luk auf den Kopf gefallen. Ihr Tod sei ein Unglück gewesen. Auf die Festplatte hätten auch andere Menschen zugreifen können, sagte er am Dienstag.

Walls genaue Todesursache ist nach wie vor unbekannt. Bei der Obduktion wurden laut Staatsanwaltschaft Messerstiche im Unterleib und in der Brust der Frau entdeckt. Kopf, Beine und Arme waren demnach abgesägt worden. Madsen bleibt mindestens bis zum 31. Oktober in Untersuchungshaft.

Eine Chronologie der Ereignisse auf Google Earth:

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