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Nach Vorausschock am Donnerstag : Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert Japan – über 40 Tote

vom

Der Boden unter der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt bebt seit Tagen. Das neue Erdbeben fordert Todesopfer.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2016 | 08:07 Uhr

Kumamoto | Die Zahl der Todesopfer in Japan in Folge eines erneut starken Erdbebens ist weiter gestiegen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden am Samstag bislang 32 Tote bestätigt. Damit haben seit einem ersten heftigen Beben am Donnerstag bereits 41 Menschen ihr Leben verloren. Mindestens 1000 Menschen wurden verletzt, als am Samstag ein besonders schweres Beben der Stärke 7,3 die Unglücksregion auf Japans südlicher Hauptinsel Kyushu heimsuchte und zusätzliche Schäden anrichtete. Die Atomreaktoren in der Region sind nach Betreiberangaben unversehrt geblieben. Die Behörden warnten auch für die nächsten Tage vor starken Nachbeben.

Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt. Es war das erste Mal, dass eine Erschütterung diese Stufe erreichte, seitdem ein Erdbeben im März 2011 den Nordosten verwüstet und einen gewaltigen Tsunami ausgelöst hatte. Rund 18.500 Menschen starben damals. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zu Kernschmelzen.

Viele Häuser in der am schwersten betroffenen Provinz Kumamoto sind zerstört. In der Ortschaft Minamiaso ging ein gewaltiger Erdrutsch nieder und verschüttete eine Straße. Zehntausende von Menschen waren von der Gas- und Stromversorgung abgeschnitten. Das Rathaus der Stadt Uto stürzte teilweise ein. Auch das Dach des Flughafens von Kumamoto brach ein, verletzte wurde Medienberichten zufolge dabei jedoch niemand. Sämtliche Flüge von und zu dem Flughafen wurden gestrichen. Die Atomreaktoren in der Unglücksregion sind nach Angaben der Betreiber jedoch nicht beeinträchtigt. 

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