„Eridanous“-Sortiment : Entfernte Kreuze auf Lidl-Produkten: Ärger um entchristianisierte Pita

Die orthodoxe Kirche im Dorf Oia auf der griechischen Insel Thira ist auf den Packungen für die Eridanous“-Produkte von Lidl zu finden.

Die orthodoxe Kirche im Dorf Oia auf der griechischen Insel Thira ist auf den Packungen für die Eridanous“-Produkte von Lidl zu finden.

Kennern der Produkte des Discounters fiel es auf: Lidl hat auf den Verpackungen Kreuze wegretuschiert. (K)ein Skandal.

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05. September 2017, 14:42 Uhr

Neckarsulm | Weil die Handelskette Lidl europaweit von Werbefotos christliche Kreuze entfernte, hat der Discounter-Riese teils heftige Kritik geerntet. Der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka etwa, Tschechiens ranghöchster Katholik, sprach laut Online-Medien von einem „noch nie da gewesenen kulturlosen Akt“.

Bei Lidl in Neckarsulm hieß es, man verkaufe das „Eridanous“-Sortiment, eine Eigenmarke, seit über zehn Jahren in ganz Europa. Immer wieder habe es Veränderungen am Design gegeben. „Es tut uns sehr leid, dass das aktuelle Design für Unmut sorgt, dahinter steckt keine böse Absicht“, sagte Lidl-Sprecherin Isabel Lehmann.

Stein des Anstoßes sind die griechischen „Eridanous“-Produkte: Moussaka, Kalamata Oliven, Baklava, Natives Olivenöl oder auch eine Tzatziki Würzmischung. Kennern fiel auf, dass auf den Verpackungen Kirchen mit blauen Kuppeldächern vor blauem Meer abgebildet sind, auf denen jedoch die christlichen Kreuze fehlen.

Die orthodoxe Kirche im Dorf Oia auf der griechischen Insel Thira hat für Lidl ihr Kreuz abgelegt.
Screenshot/Lidl
Die orthodoxe Kirche im Dorf Oia auf der griechischen Insel Thira hat für Lidl ihr Kreuz abgelegt.
 

Wegretuschiert, wie das Unternehmen einräumt. Aus Rücksicht auf Andersgläubige wolle man keine religiösen Symbole verwenden, hieß es in Tschechien. Denn eigentlich sieht es in Oia so aus:

Die orthodoxe Kirche im Dorf Oia auf der griechischen Insel Thira.
Imago/Imagebroker

Die orthodoxe Kirche im Dorf Oia auf der griechischen Insel Thira.

„Wir werden das Feedback weitergeben und dieses bei der Gestaltung künftiger Verpackungen berücksichtigen“, versicherte Sprecherin Lehmann in der Konzernzentrale. Kritik gab es auf Twitter:

 
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