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Erfundene Vergewaltigung in Berlin : Empört oder amüsiert: Das denkt die Twitter-Community über den Fall #Lisa

vom

Inzwischen ist klar, dass die 13-Jährige aus Berlin nicht vergewaltigt wurde. Der Fall ist zum Politikum geworden und wird auch auf Twitter diskutiert.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2016 | 17:38 Uhr

Berlin | Der Fall der 13-jährigen Lisa, die für 30 Stunden verschwunden war, hat viel Aufsehen erregt. Als das Mädchen zu seiner Familie zurückkehrte, erzählte es seiner Familie von einer Entführung und Vergewaltigung durch eine Gruppe südländisch aussehender Männer. Die deutsch-russische Familie hatte die deutsche und die russische Presse informiert.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Lisa sich wegen Problemen in der Schule nicht nach Hause getraut hatte. Die 13-Jährige hatte bei einem 19-jährigen Freund Unterschlupf gesucht.

Die Geschichte erlangte schnell internationale Bekanntheit. Sie wurde in Hass-Kommentaren oder auf Hetz-Blogs genutzt, um rassistische Argumente zu bestärken und Panik zu machen. Es wurden Verschwörungstheorien verbreitet und der Polizei wurde Vertuschung vorgeworfen. Der Fall gelangte sogar bis auf die politische Ebene und sorgte für Spannungen. Der russische Außenminister Lawrow und der Bundesaußenminister Steinmeier diskutierten über Lisa.

Auch in sozialen Netzwerken wird Lisas Fall nach der Auflösung kommentiert.

extra3 parodiert die Verständigung und Missverständigung zwischen Lawrow und Steinmeier:

Viele reagieren humorvoll...

...und machen sich über Hetzkommentare lustig:

Imre Grimm zweifelt an einer Gesellschaft, die über diesen Fall in Panik und Empörung geraten konnte:

Einige sind allerdings immer noch der Meinung, dass die Wahrheit vertuscht wird:

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