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Mit interaktiver Karte : Einbrüche in SH: Wo die Polizei im Dauereinsatz ist

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Fallzahlen sprechen für sich: Manchenorts gibt es schon jetzt so viele Straftaten wie 2014.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 15:39 Uhr

Kiel | Es sieht nicht gut aus: Vermutlich wird auch in diesem Jahr die Zahl der Einbrüche in Schleswig-Holstein auf hohem Niveau liegen – möglicherweise sogar weiter ansteigen. Bis zum 30. September registrierte die Polizei bereits 5992 Haus- und Wohnungseinbrüche. Im ganzen Jahr 2014 waren es 7529. Die Aufklärungsquote lag bei 12,6 Prozent. Insgesamt wurden bis September 148.679 Straftaten gezählt – im Jahr 2014 waren es 202.301.

Das ergeben Zahlen aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des innenpolitischen Sprechers der FDP-Fraktion, Ekkehard Klug. Demnach haben einige Kreise und Städte die Fallzahlen des gesamten Vorjahres bereits fast erreicht oder gar übertroffen. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass die Neun-Monats-Bilanz keine Prognose für das Jahresergebnis oder belastbare Schlussfolgerung für eine Analyse zulasse.

„Diese Zahlen zeigen erneut in aller Deutlichkeit, dass die Landespolizei längst über ihre Belastungsfähigkeit hinaus in Anspruch genommen wird“, kommentiert FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki die Statistik. Innenminister Stefan Studt (SPD) müsse endlich begreifen, dass „beschönigende Worte nicht weiterhelfen. Die Landesregierung muss dringend dafür sorgen, die Strafverfolgungsbehörden personell in die Lage zu versetzen, Straftaten überhaupt verfolgen zu können“, fordert Kubicki.

Von „Schönrederei“ könne keine Rede sein, entgegnet Patrick Tiede, Sprecher des Innenministers, man tue alles, um den Trend zu stoppen. Im Bereich der Einbrüche „leistet die Polizei rund um die Uhr personalintensive Schwerpunktarbeit“. Und im Kampf gegen organisierte Banden sei die Zusammenarbeit mit den norddeutschen Nachbarländern erheblich verstärkt worden. Zudem gebe es speziell im Deliktfeld der Einbrüche keinen Nachweis für die These, dass „mehr Polizisten automatisch auch eine höhere Aufklärungsquote garantieren können.“

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