zur Navigation springen

Nach Sauna-Unfall in Heide : Ein Grill im Badezimmer und andere Pannen

vom
Aus der Onlineredaktion

Ein Grill sollte in Heide aus einem Badezimmer eine Sauna machen. Kaum zu glauben, aber wahr. Auch andere Dinge bringen im Haushalt Gefahren mit sich. Eine Auswahl.

Flensburg/Heide | Vielleicht haben Sie ja diese unglaublich Geschichte bereits mitbekommen: Am Wochenende hatten ein paar Leute in Heide Lust auf einen Saunagang. Schöne Idee, gerade zum Beginn der kalten Jahreszeit. Aber die Umsetzung bezeichnete auch der Feuerwehrsprecher als „eine ziemlich dumme und unverständliche Aktion“. Der Grund: Die Gruppe zündete tatsächlich einen Holzkohlegrill im Badezimmer einer Wohnung an. Das ging natürlich schief. Wegen des starken Qualms kamen zehn Menschen am Samstagabend mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus, sechs davon waren Kinder.

Bei diesem Fall handelt es sich natürlich um einen Extremfall. Eine solche Idee haben hoffentlich nicht viele Menschen. Denn klar ist: Das Ganze hätte noch viel schlimmer enden können.

Im Haushalt lauern aber viele Gefahren. Vor allem, wenn Hitze im Spiel ist. Eine Auswahl:

Heiße Pfannen

Foto: Imago/Imagebroker
 

Nicht selten muss die Feuerwehr wegen eines Küchenbrands anrücken. Der Grund liegt oft darin, dass sich in Pfannen spritzendes Fett von selbst entzündet hat. Der Fehler, der zur Katastrophe führen kann: Das Feuer mit Wasser löschen. Denn dieses verdampft schlagartig, reißt das brennende Fett aus der Pfanne und kann die gesamte Küche in Brand setzen. Also Finger weg vom Wasser. Die Flammen müssen erstickt werden. Also bei Töpfen und Pfannen den Deckel drauflegen.

Gefahr am Toaster

Foto: Imago/Blickwinkel
 

Toastbrot ist lecker, keine Frage. Aber das Gerät birgt auch Gefahren. Bleibt das Brot wegen eines technischen Defekts stecken, wird es weiter erhitzt und kann sich entzünden. Beim Toasten also am besten nicht den Raum verlassen. Außerdem wichtig: in Toaster gehören Brotscheiben - oder teilweise die in der Werbung angepriesenen toastfähigen Lebensmittel - und nichts anderes. Denn sonst ist die Brandgefahr um so größer. Außerdem sollten keine Servietten auf dem noch heißen Gerät abgelegt werden. Und hoffentlich ist auch bekannt: Wenn im Gerät etwas klemmt, kann eine Gabel nicht helfen - Stromschlaggefahr.

Überlastete Stromkreise

Foto: Imago/Jochen Tack
 

Feuer können auch durch überlastete Stromkreise und Wackelkontakte in Steckdosen und Geräten entstehen. Die Überlastung wird oft durch das inflationäre Verwenden von Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabeln ausgelöst. Genauso können sich geknickte oder brüchige Stromkabel erhitzen oder einen Kurzschluss auslösen - und dann in Brand geraten.

Die Sache mit den Zigaretten

 

Der traurige Klassiker in Sachen Wohnungsbrand sind noch glimmende Zigaretten. Wie oft musste die Feuerwehr bereits anrücken, weil sie nicht richtig ausgedrückt wurden und in Wohnungen Feuer auslösten - oder zu tödlichen Rauchvergiftungen führten.

Eine Badewanne voller Strom

Foto: Imago/Westend61
 

Elektrische Geräte haben nichts in der Nähe der Badewanne zu suchen. Das lernt man schon als Kind. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, in denen ein Haarfön im Badewasser landet und beim Badenden einen tödlichen Stromschlag auslöst. Und das passiert nicht nur im Filmen, wie so mancher glauben mag. Was macht das Ganze so gefährlich? Über das Wasser und die geerdete Wanne fließt Strom ab und überträgt sich auf den Badenden. Seit den 1980er Jahren ist in Badezimmerneubauten allerdings der sogenannte FI-Schalter Pflicht. Dieser bemerkt den Stromverlust über die Erde und schaltet das Gerät ab. Dennoch kommt es noch viel zu oft zu tödlichen Unfällen. Also: Das Zusammenspiel von elektrischen Geräten und Wasser nicht unterschätzen.

Vorsicht bei Nachttischlampen

Foto: Imago/Petra Schneider
 

Achtung, liebe Eltern: Bei Nachttischlampen für Kinder unbedingt darauf achten, die Volt-Zahl der Leuchten möglichst gering zu halten. Denn Kinder fummeln mit ihrem Forschungsdrang natürlich gerne an allem herum. Und genau darin liegt die Gefahr: Wenn sie die Leuchten zerlegen und an die Fassung kommen oder die Glühbirne berühren, kann ein Stromschlag die Folge sein. Das ist lebensgefährlich. Spezielle Kinderleuchten im Niedrigvoltbereich mit maximal 24 Volt sind besser geeignet. Und noch ein Tipp: Nachttischlampen, die in Form und Farbe wie ein Spielzeug wirken, sind zu meiden.

Große Verlustgefahr

Foto: Imago/Westend61
 

Bei diesem Fall handelt es sich nicht um eine lebensbedrohliche Gefahr im Haushalt. Allerdings kann sie die Beziehung mit dem oder der Liebsten gewaltig auf die Probe stellen. Wer den Ehering oder anderen wertvollen Schmuck beim Waschbecken ablegt, muss damit rechnen, dass das gute Stück den Weg in den Abfluss findet. „Schatz, mein Ring ist im Waschbecken gelandet“: So einen Satz möchte wohl niemand gerne hören.

Kerzen (in der Adventszeit)

Foto: Imago/Imagebroker
 

Ach ja, bald ist ja auch schon wieder Weihnachten. Oder zumindest fängt in ein paar Wochen die Adventszeit an - für viele Menschen die schönste Zeit im ganzen Jahr. Spätestens, wenn die Kerzen der Adventskränze angezündet werden, wird es gemütlich. Aber auch gefährlich. Denn Tannenzweige und Feuer sind eine böse Kombination. Natürlich noch mehr an Weihnachten, wenn der Baum - inklusive Lametta - steht. Deshalb sollte immer ein Wassereimer in Reichweite stehen, um „löschbereit“ zu sein. Aber das ganze Jahr gilt: Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Nov.2014 | 15:21 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen