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"Valentinstag" : Ein Film über den Tag der Liebe

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Regisseur Marshall will in "Valentinstag" möglichst alle Facetten der Liebe beleuchten - und will damit manchmal auch zu viel.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2010 | 03:42 Uhr

Es ist Valentinstag in Los Angeles. Den liebenswerten Blumenhändler Reed (Ashton Kutcher) ergreift plötzlich die Torschlusspanik. Er ist immer noch nicht unter der Haube, und das am Tag der Liebe. Das muss sich heute endlich ändern. Seine Freundin Morley (Jessica Alba) sagt unerwartet "Ja" und Reed beginnt den Tag als der scheinbar glücklichste Mann der Welt. Um Reeds und viele andere heiße, turbulente und miteinander verbundene Lovestorys dreht sich "Valentinstag" von Regisseur Garry Marshall ("Pretty Woman", "Plötzlich Prinzessin") - eine frische Komödie über erste Dates, die ewige Liebe und die lange Suche nach dem Traumpartner.
Der coole und abgeklärte Sportreporter Kelvin (Jamie Foxx), der normalerweise nur Football im Kopf hat, muss plötzlich über die traute Zweisamkeit von jungen Paaren berichten. Ein Thema, mit dem er überhaupt nicht anfangen kann. Der Presseagentin und ewigen Alleinkämpferin Kara (Jessica Biel) geht es ähnlich. Sie plant ihre jährliche "Ich hasse den Valentinstag"-Party, zu der aber niemand kommen will und der kriselnde Footballprofi Sean Jackson (Eric Dane) outet sich vor der Kamera als Homosexueller.
Das erste Mal soll perfekt werden und geht doch nach hinten los
Solche Sorgen hatten die beneidenswerten Großeltern Estelle (Shirley MacLaine) und Edgar (Hector Elizondo) bisher nicht. Noch am Morgen gestehen sie sich gegenseitig die ewige Liebe, bis Estelle wenig später doch einen bereits verjährten One-Night-Stand beichten muss. Auch ihr kleiner Enkel Edison hat sich chancenlos verknallt. Und Babysitterin Grace und ihre Jugendliebe Alex fühlen sich wie viele Teenager in ihrem Alter. Das erste Mal soll perfekt werden und geht doch nach hinten los.
Im Mittelpunkt steht immer wieder die Liebes- oder eher Leidensgeschichte des tragischen Helden Reed. Morley gibt ihm schließlich doch noch einen Korb und Reed muss feststellen, dass Morley in Wirklichkeit nicht sein Herz verdient. Tatsächlich geht ihm seine beste Freundin, die Lehrerin Julia (Jennifer Garner), nicht mehr aus dem Kopf. Die läuft wiederum einer Affäre mit dem Arzt Harrison (Patrick Dempsey) hinterher, der Ehefrau und Kind betrügt.
Teils kitschiger und typisch amerikanischer Kinofilm
Bei dem ganzen Staraufgebot darf auch Oscar-Preisträgerin Julia Roberts ("Erin Brockovich", "Die Braut, die sich nicht traut") nicht fehlen. Als Offizierin Kate Hazeltine kehrt sie von ihrem Auslandseinsatz allein für den Valentinstag heim - nicht für ihren Liebhaber, sondern für ihren Sohn.
Hier und da erinnert der teils sehr kitschige und typisch amerikanische Kinofilm an die Komödie "Tatsächlich ... Liebe", die 2003 die Kinosäle füllte. Regisseur Marshall will in "Valentinstag" möglichst alle Facetten der Liebe beleuchten und will damit manchmal auch zu viel. Wesentliche Paarbeziehungen kommen zu kurz, die Charaktere sind oft nicht richtig ausgereift. Aber all das passt zum Genre eines Episodenfilms und macht "Valentinstag" zu einem kurzweiligen Vergnügen.

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