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Abgestürzter Airbus A320 : Egyptair-Maschine: Stellen mit Wrackteilen im Mittelmeer gefunden

vom
Aus der Onlineredaktion

Noch ist wenig bekannt über den Absturz von Flug MS804. Die lokalisierten Wrackteile könnten neue Hinweise bringen.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2016 | 06:46 Uhr

Kairo | Ermittler erhoffen sich neue Erkenntnisse über das Unglück eines abgestürzten Airbus A320: Knapp einen Monat nach dem Absturz des Egyptair-Passagierflugzeugs im Mittelmeer hat die Besatzung eines Spezialschiffes im Mittelmeer mehrere Stellen mit Wrackteilen gefunden. Der zuständigen ägyptischen Untersuchungskommission seien auch erste Bildaufnahmen übermittelt worden, teilten die Ermittler am Mittwochabend in Kairo mit. Es werde eine Karte der Wrackteile erstellt.

Der Absturz des Fluges mit der Nummer MS804 bleibt ein Rätsel. Genau wie das Unglück der Boeing-Passagiermaschine MH370 von Malaysia Airlines. Der Flieger mit 239 Menschen an Bord war im März 2014 spurlos auf dem Weg von Malaysia nach China verschwunden. Nur einige Trümmerteile wurden an der ost- und südafrikanischen Küste angespült.

Anfang Juni war bereits bestätigt worden, dass Signale eines Flugschreibers empfangen worden waren. Ein Spezialschiff sollte bei der Bergung der Flugschreiber helfen. Die „John Lethbridge“ ist mit spezieller Technik - unter anderem Sonar - ausgestattet und kann für die Suche in bis zu 6000 Metern Tiefe eingesetzt werden. Mit Hilfe des Schiffs wurden nun auch die Wrackteile lokalisiert.

Der Airbus A320 war am 19. Mai mit 66 Personen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Die Ursache für das MS804-Unglück ist nach wie vor unklar.

Die Behörden erhoffen sich durch die Daten der Blackboxes Aufschluss über die Absturzursache. Zuletzt hatte es geheißen, dass an Bord des Flugzeuges unmittelbar vor dem Absturz ein Rauchalarm ausgelöst wurde. Informationen, es gebe Hinweise auf eine Explosion an Bord, wurden als Spekulation zurückgewiesen. Die Untersuchungskommission hatte erklärt, dass sie davon ausgeht, dass der Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder noch bis zum 24. Juni Signale senden würden.

Die Bergung der Flugschreiber könnte sich schwierig gestalten: Der Meeresboden in dem mehr als 74 Quadratkilometer großen Suchgebiet ist an manchen Stellen bis zu 3000 Meter tief, wie es zuletzt aus Ermittlerkreisen geheißen hatte.

Aus der Untersuchungskommission hieß es, auf jeden Fall solle bis Ende Juni ein Bericht zum Absturz vorgelegt werden, auch wenn die Flugschreiber bis dahin nicht gefunden seien.

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