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Notfall im Jobcenter : Ebola-Verdacht in Berlin: Entwarnung

vom

Großeinsatz in Berlin: Eine 30-Jährige wurde mit Verdacht auf Ebola ins Krankenhaus eingeliefert. Doch es war nur falscher Alarm.

shz.de von
erstellt am 20.08.2014 | 06:00 Uhr

Berlin | Der Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) hat sich zufrieden über die Reaktion von Behörden und Medizinern auf den Ebola-Verdachtsfall in der Hauptstadt geäußert. Die Alarmkette habe funktioniert, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in der rbb-„Abendschau“. „Wir sind für den Ernstfall gerüstet“.

Der Verdacht auf Ebola bei einer 30-Jährigen Frau, die sich vor einer Woche in Nigeria aufhielt, hatte sich am Abend nicht bestätigt. Spezialisten im Universitätskrankenhaus Charité stellten fest, dass die Frau an Malaria erkrankt ist. „Der Patientin geht es den Umständen entsprechend gut“, erklärte der Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité, Norbert Suttorp. Eine Therapie sei eingeleitet.

Die Frau hatte am Vormittag in einem Berliner Jobcenter über hohes Fieber geklagt. Weil sie kürzlich in Westafrika gewesen war, wo es seit dem bisher größten bekannten Ebola-Ausbruch im April mehr als 1200 Tote gegeben hat, rief die Behörde den Notarzt. Die 30-Jährige wurde zur Untersuchung in die Infektionsabteilung des Virchow-Klinikums gebracht. Wegen des Ebola-Verdachts waren auch sechs Menschen, die mit der Patientin Kontakt hatten, vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht worden. Es ging darum, möglichen Ansteckungen vorzubeugen.

In Deutschland hat sich bisher kein Verdachtsfall auf Ebola bestätigt. Mit Notfallplänen für Seuchenalarm halten sich die deutschen Behörden gut für den Ernstfall gerüstet. Auch an der Charité gibt es eine Isolierstation, in der Ärzte Ebola-Patienten in Schutzanzügen behandeln können.

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