WHO gibt Entwarnung : Ebola-Ausbruch im Kongo wieder unter Kontrolle

<p>Bereits beim Ebola-Ausbruch 2014 galten hohe Sicherheitsbestimmungen, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.</p>

Bereits beim Ebola-Ausbruch 2014 galten hohe Sicherheitsbestimmungen, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

400 Menschen stehen unter Beobachtung, da sie Kontakt mit den Kranken hatten.

shz.de von
16. Mai 2017, 13:37 Uhr

Genf | Der Ebola-Ausbruch im Kongo in Zentralafrika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag weitgehend unter Kontrolle. Die Behörden hätten 400 Menschen unter Beobachtung, die mit Kranken Kontakt hatten, berichtete ein WHO-Sprecher Genf. In der nordöstlichen Provinz Bas-Uélé gebe es 20 Verdachtsfälle. Die Zahl der Todesfälle von bislang drei sei nicht gestiegen. In zwei Fällen war Ebola nachgewiesen worden.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt, 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ebola-Epidemien. Bei der bislang größten Epidemie starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone in Westafrika in den Jahren 2014 und 2015 mehr als 11.000 Menschen.

Bereits am Montag hatte die EU alarmiert reagiert und war sofort bereit Unterstützung zu leisten und Experten zu schicken, wie der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides am Montagabend in Brüssel sagte. Bei der letzten Welle im Herbst 2014 erlagen der WHO zufolge 35 Menschen dem Virus im Kongo.

Bei der mysteriösen Krankheit, an der in Liberia 13 Menschen gestorben waren, handelte es sich nach WHO-Angaben um eine Meningokokken-Infektion. Im Labor sei das Bakterium Neisseria meningitidis identifiziert worden. Es könne sowohl eine Hirnhautentzündung als auch eine Blutvergiftung auslösen. In diesem Fall hätten 31 Menschen in dem südwestlichen Bezirk Sinoe im April eine Blutvergiftung bekommen. Anfangs hatte es die Befürchtung gegeben, dass es sich um Ebola handeln könnte.

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