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"Iron Man 2" : Downey Jr. schlüpft wieder in den Anzug

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Action mit Tiefgang: Teil zwei der "Iron Man"-Saga glänzt mit hochkarätigen Schauspielern. Der Regisseur schiesst trotzdem über das Ziel hinaus.

Tony Stark ist anders als andere Superhelden. Anders als Batman oder Superman will er seine Identität nicht verbergen. Das würde seinem exzentrischen Naturell widersprechen. Er ist der gepanzerte und hochgerüstete "Iron Man". Mit "Iron Man 2" kommt am 6. Mai der zweite, actiongeladene Teil Comic-Saga um den geläuterten Waffenhändler im High-Tech-Kampfanzug in die deutschen Kinos.
Der erste "Iron Man" spielte weltweit 572 Millionen Dollar ein. Eine Fortsetzung lag also in der Luft. Wieder schlüpft Robert Downey Jr. in die Rolle, erneut steht Jon Favreau als Regisseur hinter der Kamera. Im Gegensatz zu vielen rein auf Bombast getrimmten Comicverfilmungen gelingt es ihm, den Charakteren und der Story Tiefe zu verleihen. Wohl zum Gefallen von Stan Lee, dem Erfinder des Comic- Helden und Produzenten des Films. "Die Figur des Tony Stark ist so glamourös, so erfolgreich, so männlich, und doch hat er auch eine verletzliche Seite", sagt Lee laut Presseheft.
Starks Position bröckelt
Die verletzliche Seite tritt zuerst in den Hintergrund: Stark hat nahezu im Alleingang fast den ganzen Weltfrieden gesichert. Dafür lässt er sich in ausufernden One-Man-Shows wie ein Rockstar feiern. Seine ebenso loyale wie hübsche Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) ernennt er zur Vorstandsvorsitzenden seines Konzerns. Die nicht minder hübsche, aber undurchsichtige Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) zu ihrer Nachfolgerin. Zwei folgenschwere Entscheidungen.
Denn die Iron-Man-Technologie weckt Begehrlichkeiten. Das Militär und die US-Regierung fürchten die geballte Macht in den Händen eines egozentrischen Multimilliardärs. Starks Position bröckelt: Bei einem Autorennen in Monaco wird er von Ivan Vanko (Mickey Rourke) angegriffen. Der russische Physiker trägt ein "Exo-Skelett", das auf der gleichen Technologie wie der Iron-Man-Anzug basiert. Nur mit Mühe kann Stark den Kontrahenten überwältigen ­ vorerst. Danach wird ihm seine Sterblichkeit vor Augen geführt.
Zwischen Größenwahn und Fehlbarkeit
Getragen wird der Film von den hochkarätigen Schauspielern. Hauptdarsteller Robert Downey Jr. lässt Stark gekonnt zwischen Größenwahn und Fehlbarkeit pendeln. Rourke gibt sich als der wortkarge Anti-Held. Der Umstand, das der Bösewicht ein Russe ist, mutet schon "retro" an und ist eine konsequente Fortführung des ironischen Humors, der schon "Iron Man" ausgezeichnet hat.
An Action fehlt es "Iron Man 2" nicht. Favreau kommt mit wenigen harten Szenen aus, die sind dafür aber intensiv und packend inszeniert. Die Fortsetzung leidet allerdings ein wenig an überfrachteten Handlungssträngen. Ein dritter Teil ist schon in Planung.

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erstellt am 05.Mai.2010 | 01:09 Uhr

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