zur Navigation springen

Bergrutsch : Dorf in China verschüttet - Hoffnung für 93 Vermisste schwindet

vom
Aus der Onlineredaktion

Eine komplette Siedlung wurde unter Geröllmassen begraben. Helfer retten eine dreiköpfige Familie.

Xinmo | Nach dem riesigen Erdrutsch in China hatten die Helfer am Sonntag kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden. 93 Dorfbewohner wurden am Sonntag noch unter den Geröllmassen vermisst. Zehn Tote waren bestätigt, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Mehr als 3000 Helfer suchten nach den Opfern. Nach tagelangen Regenfällen war der Berghang im Kreis Mao in der Provinz Sichuan in Südwestchina am Samstag mehr als tausend Meter in die Tiefe abgerutscht.

Seit Wochen gehen in China heftige sommerliche Regenfälle nieder, die jedes Jahr schwere Überschwemmungen und häufig Erdrutsche auslösen.

Eine dreiköpfige Familie mit einem Säugling konnte gerettet werden, berichtete das Staatsfernsehen. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Der Erdrutsch sei durch heftige Regenfälle ausgelöst worden, berichtete das Parteiorgan „Volkszeitung“. Auf 1600 Meter Länge wurde eine Straße verschüttet. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping rief zu größten Anstrengungen auf, um noch Überlebende zu finden.

Hunderte von Helfern suchten nach Vermissten. Auch waren Schaufellader im Einsatz. Wie die Chancen sind, dass noch weitere Überlebende gefunden werden, war unklar. Die Erdmassen hatten sich von einem hohen Berghang gelöst. Auch sei ein Fluss über zwei Kilometer zugeschüttet worden, berichtete das Staatsfernsehen. In Filmaufnahmen war zu sehen, wie sich das Wasser einen neuen Weg durch das Geröll bahnte.

Das Unglück passierte in einer hügeligen Gegend von Sichuan, die von den Minderheiten der Tibeter und der Qiang bewohnt wird. Der Kreis Mao liegt rund 200 Kilometer nördlich von der Provinzhauptstadt Chengdu.

In der Provinz wurden mehrere andere Erdrutsche auch aus dem Kreis Puge gemeldet, wo zwei Dorfbewohner ums Leben kamen und vier verletzt wurden. Schwere Niederschläge gingen auch in den zentralchinesischen Provinzen Hunan und Hubei nieder, die schwere Überflutungen meldeten.

Mindestens 390.000 Menschen seien betroffen, berichtete Xinhua. Mindestens zwei Menschen seien in Hunan ums Leben gekommen. Auch hier sei das Risiko von Erdrutschen gestiegen, warnten die Behörden.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Jun.2017 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen