Säugling lebensgefährlich verletzt : Doch nicht von Hund gebissen: Vater soll Baby fast getötet haben

Laut Aussage der Eltern, soll das Baby auf dieser Grünfläche durch einen Hund verletzt worden sein.

Laut Aussage der Eltern, soll das Baby auf dieser Grünfläche durch einen Hund verletzt worden sein.

Dass das Kind von einem Hund gebissen wurde, sollen sich die Eltern nur ausgedacht haben, um sich selbst zu schützen.

shz.de von
17. Mai 2018, 14:04 Uhr

Osnabrück | Nachdem am Dienstagabend ein Vorfall aus Osnabrück der Polizei gemeldet wurde, demnach ein fremder Hund ein Säugling lebensgefährlich verletzt haben soll, vermutet die Polizei dahinter nun einen Vorwand.

Die Eltern hatten angegeben, am Dienstagabend mit dem Säugling und ihren zwei Hunden auf einer Grünfläche in der Autobahnschleife in Hellern gewesen zu sein, als ein fremder Hund dazugekommen sei. Nach einem kurzen Spiel mit den Hunden der Familie habe der Streuner das Kind attakiert und sei anschließend davongelaufen.

Die Hundebisse seien eine Schutzbehauptung gewesen, sagt Hamker am Donnerstag. Denn Rechtsmedizinische Untersuchungen sowie die Ermittlungen der Polizei hätten ergeben, dass das Baby nicht durch Hundebisse lebensgefährlich verletzt wurde, sagt Polizeisprecherin Anke Hamker. Die Polizei Osnabrück ermittelt nun wegen versuchter Tötung gegen den 24-jährigen Vater des Kindes. Er wurde festgenommen und werde noch heute dem Haftrichter vorgeführt, so Hamker. Es sei zudem nicht klar, ob der Vorfall tatsächlich an der Autobahnauffahrt zur A30 in Hellern passierte.

Der Zustand des wenige Tage alten Säuglings ist nach Polizeiangaben „stabil”. Die Polizei sucht Zeugen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert