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Street-Art-Künstler Banksy eröffnet Dismaland : Disneyland-Parodie: Der traurigste Freizeitpark der Welt

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Der anonyme Künstler Banksy hat in Großbritannien einen Anti-Freizeitpark geschaffen. Einige Bilder.

Weston-super-Mare | Kinder lieben Freizeitparks, doch dieser hier ist für die Kleinen wahrlich keine Freude. Der geheimnisvolle Künstler Banksy eröffnet ab Samstag im westenglischen Weston-super-Mare für fünf Wochen das so genannte „Dismaland“ - eine Disneyland-Parodie. „Dismal“ ist Englisch und bedeutet trostlos. Erste Bilder zeigen, dem weltbekannten Street-Art-Künstler ist ein großer Coup gelungen.

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Ein von Dismaland (@dismaland_park) gepostetes Foto am

Meerjungfrau Arielle sitzt einsam vor dem Disney-Schloss. Früher hätte sie sich womöglich an diesem Ort wohl gefühlt. Das Dismaland ist in einem ehemaligen Freibad entstanden. Banksy hat einen persönlichen Bezug zu dem Ort: „Ich habe das Tropicana als Kind geliebt, deswegen ist es eine echte Ehre, die Türen wieder öffnen zu können“, zitierte die Mitteilung der Regionalverwaltung North Somerset Council den weltbekannten Street-Art-Künstler, dessen Identität geheim ist.

Banksys Schablonengraffitis wurden einst in Bristol und London bekannt. Er ist zudem weltweit in anderen Ländern aktiv geworden, unter anderem in Australien, Deutschland (in Hamburg wurde eins seiner Werke zerstört), Israel, Italien, Jamaika, Kuba, Mali, Mexiko, Japan, Palästina, Spanien, Österreich, Kanada und den USA. Und auch in Dismaland sind Schablonengraffitis wie dieses zu sehen:

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Es sei eine große Erleichterung, endlich über die Ausstellung sprechen zu dürfen, sagte Nigel Ashton vom North Somerset Council laut Mitteilung. Das Projekt war in der gesamten Vorbereitungszeit geheim gehalten worden. Nur vier Personen im gesamten Stadtrat hätten gewusst, was wirklich los ist, heißt es bei der BBC. Den Anwohnern wurde erzählt, es werde ein Hollywood-Film gedreht. Die Schau sei unterhaltsam und mache doch nachdenklich. Banksy kritisiere, Disney würde propagieren, dass das Leben immer ein Märchen sei, ganz toll und wundervoll – und das Menschen einfach ihre Sorgen und Nöte vergessen sollen. Dabei geht der Künstler auch auf eine der aktuellsten Tragödien in der Welt ein: die Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer.

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Andere Werke zeigen einfache Missgeschicke des Lebens. Eine Frau auf einer Bank wird von Möwen attackiert:

Eine andere tritt auf eine Eistüte. Oder ist es doch ein Schuh?

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Die BBC berichtet, Banksy wünsche sich eine Interaktion der Besucher mit den Ausstellungsstücken. So sei etwa der aus einer Toilettenschüssel springende Wal erst vollständig durch Menschen, die sich mit verblüfftem Gesichtsausdruck davor fotografierten.

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Neben Banksys Arbeiten sollen auch Werke von knapp 60 weiteren Künstlern aus 17 Ländern zu sehen sein, darunter von Damien Hirst und Jenny Holzer. Die Ausstellung ist von 22. August bis 27. September jeden Tag geöffnet. Wer es nicht nach England schafft, kann sich immerhin eine Videotour ansehen:

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erstellt am 21.Aug.2015 | 14:40 Uhr

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