Dreibeinige Schäferhündin : Dina findet ihr Glück im Norden

Dina wohnt jetzt bei Hans-Joachim B., seiner Freundin und Jack-Russell-Terrier-Dame Pünktchen. Foto: Tierschutzverein für Berlin und Umgebung/M. Gaeding
Dina wohnt jetzt bei Hans-Joachim B., seiner Freundin und Jack-Russell-Terrier-Dame Pünktchen. Foto: Tierschutzverein für Berlin und Umgebung/M. Gaeding

Ihre Besitzer warfen sie an der Autobahn aus dem Auto - sie verlor ein Bein. Jetzt hat Schäferhündin Dina in Schleswig-Holstein ein neues Zuhause gefunden.

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21. April 2011, 09:43 Uhr

Mucheln/Berlin | Happy End auf drei Pfoten: Eine verletzte Schäferhündin war Ende März am Berliner Autobahnring A10 von ihren Besitzern vermutlich einfach aus dem Auto geworfen worden. Passanten hatten das Tier dort gefunden und es beim Tierschutzverein für Berlin und Umgebung abgegeben. Eine Pfote musste amputiert werden. Nun wurde die Hündin vermittelt - nach Schleswig-Holstein.
Hans-Joachim B. erfuhr über seine tägliche Lektüre einer Berliner Tageszeitung von Dinas trauriger Geschichte. "Ich kann Menschen nicht verstehen, die Tieren so etwas antun. Ich habe bei der Tierheimleitung angerufen. Dann waren wir dort zu Besuch. Die Chemie stimmte sofort."
"Sie tobt wie der Teufel"
Zwischen Selent und Plön, in Mucheln-Sellin, liegt das Grundstück des gebürtigen Berliners (59) und seiner Freundin (41). Am Sonntag traf Dina mit Herrchen, Frauchen und ihrer neuen Spielgefährtin, Jack-Russell-Terrier Pünktchen, dort ein. "Sie hat sich schon eingelebt, sich auch schon ihre Lieblingsdecke ausgesucht", sagt Hans-Joachim B., der schon viele Hunde in seiner Obhut hatte und in Kiel einen Hundesalon an der Kaiserstraße betreibt. Nur mit dem Katzen-Trio im Haus sei sie noch nicht warm geworden, "aber das kommt noch."
Auf den ersten Blick ist Dina eine normale Schäferhündin: "Sie tollt mit Pünktchen umher, guckt am Zaun was so los ist und tobt wie der Teufel", sagt das neue Herrchen. Dass ihr die rechte Vorderpfote fehlt, "merkt man ihr gar nicht an". Die Pfote musste der Hündin abgenommen werden. "Vermutlich wegen eines vorigen Unfalls hatten sich die Muskeln schon so weit zurückgebildet, dass sie ihre Pfote überhaupt nicht mehr belastet hat. Der Muskelschwund hätte auch auf andere Körperteile übergegriffen", erklärt Evamarie König, Sprecherin vom Berliner Tierschutzverein.
Hans-Joachim B. öffnete sofort sein Herz für Dina, als er ihre Geschichte las. Ein tragisches Hunde-Schicksal nimmt so wohl doch noch ein gutes Ende. Das Herrchen ist sich sicher: "Dem Hund gehts hier gut."
(os, dpa, shz)

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