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Neue Umfrage zur Zeitumstellung : Die Sommerzeit-Ablehnung wächst weiter

vom

Kommendes Wochenende kommt wieder eine Stunde abhanden: Eine breite Mehrheit in Deutschland findet das unnötig.

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2016 | 08:39 Uhr

Hamburg | Zu jeder Zeitumstellung zeigen Umfragen, dass eine Mehrheit in Deutschland eigentlich dagegen ist - und diese Ablehnung in der Bevölkerung wächst. Das untermauert eine neue repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit:

  • 74 Prozent halten die Zeitumstellung für überflüssig. 2013 sagten das nur 69 Prozent.
  • Frauen sind mit 80 Prozent eher gegen die Sommerzeit als Männer (68 Prozent).
  • Am wenigsten Probleme haben Menschen unter 30 mit der Zeitumstellung - nur 59 Prozent wollen sie abschaffen.
  • In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen wollen nur knapp 60 Prozent, dass sie abgeschafft wird.
  • Bei den Menschen über 60 sind es mit 79 Prozent deutlich mehr.
  • Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 78 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 76 Prozent.
  • Auch regional gibt es Unterschiede: Im Osten hat die Zeitumstellung mit 80 Prozent die meisten Gegner.

Die Daten einer anderen Umfrage zeigen übrigens, dass eine Mehrheit keine Probleme am Wochenende der Uhrumstellung hat. Auf die Frage des Meinungsforschungsinstituts YouGov „Die Nacht, in der die Uhren vorgestellt werden, ist eine Stunde kürzer. Haben Sie an vergangenen Umstellungsterminen den fehlenden Schlaf gemerkt?“ antworteten 55 Prozent mit „Nein“ und 39 Prozent mit „Ja“. Der Rest war unsicher.

Seit 1980 dreht Deutschland im Frühjahr und Herbst an der Uhr. Ursprünglich ging es um bessere Energienutzung: Abends ist es dadurch eine Stunde länger hell. Geklappt hat das aber Experteneinschätzungen zufolge nicht. Im Sommer machen die Menschen zwar abends seltener das Licht an. Dafür wird im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr geheizt, denn die Sonne geht während der Sommerzeit später auf.

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