zur Navigation springen

Freitag ist Weltkatzentag : Die Deutschen lieben ihre Katzen – auch im Internet

vom

11,5 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten. Damit liegen die Samtpfoten noch vor den Hunden auf Platz 1 der beliebtesten Tiere. Mittlerweile erobern sie auch das Internet - der „Catcontent“ wächst und wächst.

Sie sind verschmust, gelten als eigensinnig und verschlafen einen Großteil ihres Lebens. Katzen sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland. In fast jedem fünften Haushalt lebt mindestens ein Stubentiger. Seit mehr als zehn Jahren ist den Samtpfoten sogar ein eigener Ehrentag gewidmet: Am 8.August ist Weltkatzentag. Grund genug, einmal etwas genauer auf die Katzen zu blicken.

11,5 Millionen Katzen leben derzeit laut Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) in deutschen Haushalten. Damit liegen die schnurrenden Vierbeiner noch vor Hunden auf Platz 1. Zum Vergleich: Der Hund bringt es „nur“ auf 6,9 Millionen Exemplare. Doch was macht Katzen so beliebt? „Auf den ersten Blick spricht für die Haltung von Katzen, dass sie vergleichsweise pflegeleicht und von Haus aus reinlich sind. Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass auch Beziehungen und Bindungen eine wichtige Rolle spielen“, sagt Kathrin Fichtel vom Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft e.V. Der Forschungskreis hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Liebe zu den Stubentigern näher beleuchten soll. Ein Ergebnis: Katzen dienen ihren Besitzern in vielerlei Hinsicht als Vorbild. Weil die Tiere zum Beispiel sehr verschiedene, scheinbar widersprüchliche Verhaltensweisen zeigen, erleben Katzenhalter einerseits sehr innige Momente mit ihren Vierbeinern. Andererseits gibt es immer wieder Situationen, in denen Distanz herrscht und jeder seine eigenen Wege geht.

Die befragten Katzenhalter sehen ihre Tiere auch als Lehrer. Sie haben das Gefühl, durch das Zusammenleben mit ihnen Toleranz zu lernen und mit den Unberechenbarkeiten des Lebens besser umgehen zu können. Übrigens: Katzen gelten nicht nur als unabhängig, sondern auch als sehr verschmust. Trotzdem müssen ihre Menschen sich ihre Gunst und Zuneigung stets neu erobern. Dadurch empfinden sie die körperliche Nähe als etwas ganz Besonderes.

Mittlerweile bevölkern Katzen auch das Internet, einige von ihnen sind zu regelrechten Stars geworden. Der sogenannte „Catcontent“ wächst Tag für Tag. Wer auf Youtube, Facebook und Twitter unterwegs ist, kommt um die Katzen nur schwer herum. In Videos, Fotos oder Fotomontagen kuscheln sie mit Hunden, trinken aus Waschbecken, schwimmen in Badewannen oder tapsen auf dem Klavier herum. Sie stoßen kleine Kinder um und werden von Mäusen in die Flucht geschlagen. Manchmal sitzen sie auch einfach nur da und sehen fürchterlich süß aus - wie dieses Bild auf Twitter beweist.

Doch selbst wenn sie übellaunig dreinblicken, tut das der Bewunderung keinen Abbruch. Bestes Beispiel: Grumpy Cat. Der mittlerweile weltberühmt gewordene Vierbeiner blickt stets finster in die Kamera. Trotzdem – oder gerade deswegen – werden tausende Fotos, T-Shirts und sogar Plüschfiguren der Katze verkauft.

Einige Katzen genießen sogar Heldenstatus. Im vergangenen Mai wurde ein vierjähriger Junge im kalifornischen Bakersfield von einem Hund attackiert. Das Tier schnappte nach dem Bein des Kindes und zerrte es von seinem Laufrad. Doch plötzlich tauchte Katze „Tara“ auf und stürzte sich auf den Hund, der daraufhin von dem Kleinkind abließ. Die Szene wurde gefilmt und das Video bei Youtube veröffentlicht - mittlerweile wurde es 23 Millionen Mal angeklickt.

Für manch einen dient „Catcontent“ auch als lukrative Einnahmequelle - und ist damit weit mehr als nur ein Freizeitvergnügen. So haben der hawaiianische Blogger Eric Nakagawa und seine Freundin auf ihrer Website Katzenbilder mit Sprüchen in gewollt fehlerhaftem Englisch gepostet - sogenannte „lolcats“ - und damit viel Geld verdient. Denn wenig später wurde die Seite von einer Investorengruppe übernommen, die laut Onlinedienst „golem.de“ 2,25 Millionen US-Dollar dafür zahlte.

 

Hätten Sie's gewusst?

  • - Bereits vor mehr als 4000 Jahren hielten reiche Ägypter Katzen als Heimtiere.
  • - Katzen verschlafen einen großen Teil ihres Lebens. Ein Tier, das 15 Jahre alt ist, hat davon rund zehn Jahre verschlafen.
  • - Die Samtpfoten vertragen keine Kuhmilch, am besten für die Tiere ist Wasser.
  • - Sir Isaac Newton entdeckte nicht nur die Schwerkraft, er gilt auch als Erfinder der Katzentür. Im Zuge seiner optischen Versuche in einem abgedunkelten Raum soll er die Klappe erfunden haben, um von seiner Katze nicht immer gestört zu werden.
  • - Gut 1,5 Milliarden Euro gaben die Deutschen 2013 für Katzenfutter aus, für Katzenstreu kamen weitere 253 Millionen dazu.
zur Startseite

von
erstellt am 06.Aug.2014 | 20:39 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen