Bierkonsum in Deutschland : Die Deutschen haben wieder mehr Durst

2014 war es warm, die Deutschen hatten mit der Fußball-Weltmeisterschaft einen Grund zum Anstoßen und gaben dadurch den Brauereien einen Anlass zum Feiern. 2014 gab es ein Glas Bier mehr für jeden.

shz.de von
12. Januar 2015, 17:36 Uhr

Ob es an der Fußball-Weltmeisterschaft lag oder an dem guten Wetter: Die Deutschen haben nach langer Zeit wieder mehr Appetit auf Bier. Nach acht Jahren geringen Bier Konsums griffen die Deutschen dieses Jahr wieder vermehrt nach dem Malz-Getränk. Etwa jeder Bundesbürger soll ein Glas mehr getrunken haben als in den Vorjahren.

Der Brauerbund schätzt die Menge auf 106,9 Liter pro Bürger ein. Das sind 0,3 Liter mehr als noch im Jahr zuvor. Woran der gestiegene Absatz lag, liegt auf der Hand. Eine Fußballweltmeisterschaft benötigte etwas zum Anstoßen. Auch das warme Wetter soll Grund für den erhöhten Bierkonsum sein, vermuten die Branche.

Nach einer veröffentlichen Schätzung brauten die deutschen Unternehmen mit 95 Millionen Hektoliter Bier ungefähr ein halbes Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen fünf Millionen Hektoliter Bier mit der Aufschrift „Alkoholfrei“.

„Insgesamt gehen die deutschen Brauer zufrieden und optimistisch ins neue Jahr“, sagte Verbandspräsident Hans-Georg Eils. Denn nicht nur die Deutschen greifen mehr zum Bier, auch in China und den USA wird deutsches Bier zunehmend beliebter. Amtliche Zahlen werden für Ende Januar erwartet. Den letzten Anstieg des Bierabsatzes war in Deutschland 2006 zu verzeichnen. Damit wäre 2014 wohl ein Ausnahme-Jahre. Noch vor zehn Jahren konnten die Brauer in Deutschland 11 Millionen Hektoliter mehr verkaufen als heute.

Es findet aber auch nicht jedes Jahr eine Fußball-Weltmeisterschaft statt.

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