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Schädliche Emissionen : Dicke Luft in Stuttgart: CDU erklärt Feinstaub-Alarm für beendet

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Kritik an den Feinstaub-Warnungen in der baden-würtembergischen Hauptstadt wächst. Die CDU fürchtet Imageschäden für die Neckar-Metropole.

Stuttgart | Zum Ende des bisher längsten Feinstaubalarms in Stuttgart nimmt die Kritik am Vorgehen der Behörden zu. Die CDU-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat forderte am Dienstag, dass es diese bundesweit einmaligen Warnungen künftig nicht mehr geben soll. Mehr als Gesundheitsschäden für die Bevölkerung fürchtet sie einen Imageschaden für die Stadt.

Krebserregende Motorisierungsabfälle wie Feinstaub und Stickoxide werden zunehmend zu einer kaum mehr zu bändigenden Belastung für Großstädte. Selbst in einer Fahrradstadt wie Kopenhagen werden im Zentrum regelmäßig die Grenzwerte für Stickoxide (NOx) weit überschritten.

Mit dem Alarm, der in der Nacht zum Mittwoch nach fast zehn Tagen endet, werden Autofahrer aufgerufen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf Busse und Bahnen umzusteigen. Das soll die Schadstoffbelastung der Luft verringern helfen.

Die CDU hat beantragt, dass Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) den Feinstaubalarm beendet oder grundlegend überarbeitet. Die Stadt will daran grundsätzlich festhalten. Kurz vor Ende des vierten Alarms lagen die Feinstaubwerte an einer Messstation bei 38 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und damit unter dem EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm. Dieser Wert darf an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Wenn die Luft nicht sauberer wird, drohen der Stadt EU-Geldstrafen in Millionenhöhe.

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erstellt am 22.Mär.2016 | 12:34 Uhr

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