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Deutschland als Einbrecher-Eldorado

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Zahl der Einbrüche steigt / Frankfurt erneut Hauptstadt des Verbrechens

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erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Berlin/Kiel | Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland steigt weiter an. Nach Medienberichten gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg um 8,7 Prozent. In Schleswig-Holstein waren es 4,6 Prozent.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin bestätigte gestern diesen Trend. Demnach sei die Zahl der Wohnungseinbrüche 2012 um 10 000 auf 140 000 Straftaten gestiegen. Innerhalb der letzten drei Jahre hätten diese Delikte um fast 30 Prozent zugenommen. Ein Einbruch verursache inzwischen im Schnitt 3300 Euro Schaden. Vor zehn Jahren, 2002, seien es nur 2300 Euro gewesen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) führt den Anstieg der Wohnungseinbrüche besonders auf das organisierte Vorgehen internationaler Banden zurück. Diese Banden kämen vor allem aus dem ehemaligen Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien. Die GdP beklagte weiterhin eine "zunehmende Brutalität", mit der die Täter vorgingen.

Aus der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich morgen vorstellt, wird Frankfurt erneut als Hauptstadt des Verbrechens hervorgehen. Wie die Zeitung "Die Welt" vorab berichtet, stieg die Zahl der erfassten Straftaten je 100 000 Einwohner im Jahr 2012 auf 16 310. Am ungefährlichsten sei es wie schon in den Vorjahren in München (7153). In Berlin registrierte die Statistik 14 144 Straftaten pro 100 000 Einwohner, in den anderen beiden Stadtstaaten Bremen und Hamburg 13 128 beziehungsweise 12 651.

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