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Kinostart von Star Wars 7 : Der große Hype um „Star Wars - Das Erwachen der Macht“

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Star-War“-Fans haben längst ihre Eintrittskarten sicher. Seit Monaten fiebern sie dem siebten Teil der Weltraum-Saga entgegen. „Das Erwachen der Macht“ ist rekordverdächtig.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 16:06 Uhr

Der Hype um den neuen Star Wars Film macht selbst vor Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht halt. Sie war mit ihrem Ehemann Joachim Sauer bei dem Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, Simon Rattle, zum Abendessen eingeladen. Rattles Kinder waren total aus dem Häuschen, als sie hörten, dass „The Chancellor“ vorbei kommt. Schnell wurde das „Star Wars“-Lego-Spielzeug aufgebaut. Des Rätsels Lösung: Tatsächlich gibt es in der berühmten All-Saga aus der Feder von George Lucas eine Figur mit Namen „Chancellor“, was übersetzt Kanzler heißt.

Star-Wars-Fans auf der ganzen Welt  zählen die Stunden. Das „Star Wars“-Fieber wird seit Monaten geschürt, in Deutschland haben sich die Fans den Filmstart am 17. Dezember, einen Tag vor den USA, rot im Kalender markiert. In SH läuft der Film fast überall. Das Schauburg Filmtheater in Rendsburg hat zwei Kinosäale für die Vorpremiere reserviert. Die rund 300 Plätze sind fast ausverkauft.

Schon im November 2014 stellten die produzierenden Disney-Studios den ersten Trailer ins Netz, innerhalb einer Woche wurde er Dutzende Millionen Mal angeklickt.

Das Erscheinen des Trailers merkte auch Ralf Petersen, Mitinhaber der Fantasy-Läden „Gandalph“ in Flensburg und Kiel. „Die Nachfrage steigt, seitdem der Trailer veröffentlicht wurde“, so Petersen. Es werde gezielt nach „Star Wars“-Produkten gefragt. Dabei seien Spiele, Comics und Figuren besonders beliebt. Petersen ist selbst Fan der Film-Reihe. „Ich gehe gleich am 17. Dezember am Nachmittag ins Kino.“

Die Vermarktungsmaschine mit Werbeclips, Trailern und Talk in allen Social-Media-Kanälen läuft auf Hochtouren.

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Die US-Zeitschrift „Entertainment Weekly“ spricht vom „meisterwarteten Film des Jahrzehnts“, das „People“-Magazin wartet diese Woche mit einer Star-Wars-Sonderausgabe auf. 

Sternenkrieger-Legenden wie Carrie Fisher (59) und Harrison Ford (73) rücken mit alten Anekdoten und kleinen Andeutungen zum neuen Film ins Rampenlicht. Für ihre Rolle als Prinzessin Leia in der lange erwarteten Fortsetzung musste sie auf Drängen der Filmemacher abspecken, verriet Fisher unlängst. Bei seinem ersten Auftritt als Han Solo hätte er 1977 lediglich 1000 Dollar pro Woche verdient, plauderte Ford im US-Fernsehen aus.

Nach der seiner Meinung nach besten Action-Szene in „Das Erwachen der Macht“ gefragt, twitterte Ford Anfang Dezember über einen Schwertkampf zwischen Rey und Kylo Ren. „Fantastische visuelle Erzählkunst“, lobte Ford die Arbeit von Regisseur J.J. Abrams. Fans wissen natürlich längst, dass Rey (Daisy Ridley) und Kylo Ren (Adam Driver) als neue Charaktere zum Universum stoßen. Doch was ist mit Luke Skywalker? Wer wird sich als größter Bösewicht entpuppen? Viele Details sind top-secret, sicher ist nur, dass die Geschichte zeitlich 30 Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ spielt.

Foto: dpa
 

Der frühere Marketing-Chef von Lucasfilm, Steve Sansweet (70), bescheinigt den „Star Wars“-Produzenten eine „sehr clevere“ Vermarktungskampagne. „Sie heizen den Leuten total ein, verraten dabei aber nicht zu viel“, meint der Experte, der in Kalifornien laut Guinness-Buch der Rekorde die weltgrößte Sammlung von „Star Wars“-Andenken besitzt.

Die Strategie von Disney und Lucasfilm zieht offenbar. Bereits einen Monat vor dem Kinostart stellte „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ in den USA mit Ticketbestellungen im Wert von über 50 Millionen Dollar einen Vorverkaufsrekord auf. Weltweit könnte der Film am Eröffnungswochenende mehr als 500 oder sogar 600 Millionen Dollar einspielen, so die Prognose.

Auch die Spielwarenbranche rechnet mit Rekordumsätzen. Die Macht beherrscht die Geschäftsregale, von sprechenden Yoda-Köpfen über Chewbacca-Kuscheltiere bis zu blinkenden Plastiklaserschwertern. Die „Star Wars“-Saga dürfte ihren Rekord für die Filmreihe mit dem erfolgreichsten Merchandising-Geschäft weiter ausbauen. Wie die „Los Angeles Times“ berichtet, hat die Serie seit den 1970er Jahren durch Lizenzprodukte schon schätzungsweise 20 bis 32 Milliarden Dollar verdient.

Der Mann, der den Hype 1977 mit „Krieg der Sterne“ auslöste, steht diesmal allerdings im Abseits. „Star Wars“-Schöpfer George Lucas (71) hatte sich 2012 nach dem Milliardenverkauf seines Imperiums an den Disney-Konzern von der Reihe zurückgezogen. In der „Washington Post“ verglich Lucas diesen Schritt jetzt mit einer „Scheidung“. Er habe sich ganz rausziehen müssen, um seinem Nachfolger J.J. Abrams freie Hand zu lassen.

 

Doch „Das Erwachen der Macht“ hat offenbar seinen Segen. Lucas habe den Film schon gesehen, er habe ihm „sehr gefallen“, verriet die Chefin von Lucasfilm, Kathleen Kennedy, dem Branchenblatt „Hollywood Reporter“. Lucas soll demnach auch bei den Premieren in Los Angeles und London dabei sein.

Zehn Jahre hatten die Fans nach „Die Rache der Sith“ (2005) auf „Das Erwachen der Macht“ warten müssen. Die nächste Durststrecke ist deutlich kürzer. Schon Weihnachten 2016 will Disney den „Star Wars“-Ableger „Rogue One“ bescheren. „Star Wars: Episode VIII“ ist für Mai 2017 angekündigt.

Die wichtigsten Figuren im Überblick:

Anakin Skywalker/Darth Vader

Hauptfigur der ersten sechs Star-Wars-Episoden. Gilt als der Auserwählte, der die Macht ins Gleichgewicht bringen wird. Verfällt jedoch als Jedi der dunklen Seite der Macht und wird in Episode III zu Darth Vader, einem Schüler des dunklen Sith-Ordens. Nach einem verlorenen Lichtschwert-Kampf kann er nur mit Hilfe eines schwarzen Ganzkörperanzugs überleben. Die mehr als zwei Meter große, von einem Ex-Bodybuilder gespielte Gestalt mit der mechanischen Atmung wurde zu einer Ikone der Filmgeschichte.

Luke Skywalker

Von Obi-Wan Kenobi und Yoda zum Jedi ausgebildet, stellt er sich dem Kampf gegen das Imperium und damit auch gegen Darth Vader. Der offenbart ihm mit einem berühmten Zitat der Filmgeschichte: „Ich bin dein Vater.“

Prinzessin Leia

Zwillingsschwester von Luke und damit ebenfalls Tochter von Anakin Skywalker. Brilliert als Diplomatin, Mechanikerin und Rebellenführerin - und verliebt sich trotzdem in Han Solo.

Han Solo

Ist so lange ein Schmuggler und Tunichtgut, bis es um die Errettung der Galaxis geht. Erweist sich dann mit seinem Co-Piloten Chewbacca als zuverlässiger Haudegen.

Yoda

Klein, grün und mit Sprechfehler („Viel zu lernen du noch hast“) - mit diesen Eigenschaften wurde Yoda zum Publikumsliebling. Mehr als 800 Jahre lang lehrt er im Star-Wars-Universum seine Schüler, was es bedeutet, ein Jedi zu sein.

Imperator Palpatine/Darth Sidious

Erzbösewicht der Star-Wars-Saga. Beginnt als Senator, ernennt sich dann zum Imperator mit diktatorischen Befugnissen und schmiedet nebenher Pläne, den Orden der Jedi-Ritter zu zerstören. Was ihm zunächst in Episode III auch gelingt.

Obi Wan Kenobi

Als Mentor des jungen Anakin Skywalker bildet er den „Auserwählten“ aus. Besiegt seinen abtrünnigen Schüler im Lichtschwertkampf, wird später von Darth Vader gestellt und erscheint in den Folgen V und VI als Geist.

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