zur Navigation springen

"Adam" : Der Autist in jedem von uns

vom

Der junge New Yorker Adam, ein gut aussehender Programmierer, leidet unter dem Asperger Syndrom. Er weckt die Neugier von seiner neuen Nachbarin Beth. Eine Liebesgeschichte beginnt.

Mit strubbeligem Haar und Strickpullover sieht Adam (Hugh Dancy) aus wie ein klassischer Computerfreak - allerdings ein besonders hübscher. Auch sein Job als Programmierer in einer Spielzeugfabrik passt ins Bild des in sich gekehrten Bastlers. Doch Adam ist kein uncooler Streber. Der junge New Yorker leidet unter dem Asperger Syndrom, einer Form des Autismus.
Nach dem Tod seines Vaters wird er völlig unvorbereitet mit alltäglichen Problemen wie dem unaufhaltsamen Abnehmen der Nudelvorräte konfrontiert. Und mit einer attraktiven, neuen Nachbarin. Beth (Rose Byrne), die sich gerade von ihrem verlogenen Freund getrennt hat, findet gefallen an der ungewöhnlichen Treppenhausbekanntschaft. Denn Adam sagt stets die Wahrheit, auch wenn er gerade "sexuell erregt" ist. Er schockt damit zunächst die junge Lehrerin. Doch als er sich als "Aspie" (so nennen sich viele Menschen mit Asperger Sydrom) outet, weckt er Beths Neugier. Gegen alle inneren und äußeren Widerstände finden die beiden zueinander. Regisseur und Autor Max Mayer deutet die Geschichte als "extreme Variante eines bekannten Dilemmas". Im Grunde gehe es jedem so wie Beth und Adam, die nicht ins Innere des geliebten Menschen schauen können.

Adam überwindet seine Angst, Beth befreit sich von ihrem Vater
Mayer stellt die liebenswerte Seite eines "Aspies" in den Mittelpunkt seiner Komödie. Die außergewöhnlichen Fähigkeiten spielen eine wenigere zentrale Rolle als im wohl bekanntesten Spielfilm über einen Autisten "Rain Man" (1988, mit Dustin Hoffman). Adam definiert sich nicht als krank, sondern als anders, und er witzelt, er sei nicht Forrest Gump. Wie die Gesellschaft mit Andersartigkeit umgeht, kommt allerdings durchgehend zu kurz.
Hinter dem sperrigen Titel "Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde. Einer etwas merkwürdiger als der Andere" verbirgt sich ein Kammerspiel über eine Beziehung, die für beide Partner eine Lektion im besten Sinne bedeutet. Adam überwindet seine Angst, und Beth befreit sich von ihrem Vater (Peter Gallagher). Und so ist der Film nicht mehr und nicht weniger als eine romantische Komödie im winterlichen New York.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Dez.2009 | 05:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen