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"The Book of Eli" : Denzel Washington als Weltretter

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Wir schreiben das Jahr 2044: 30 Jahre nach einem Krieg und einer nuklearen Katastrophe ist Amerika völlig zerstört. Eli muss einen dornigen Weg gehen - und mit ihm der Zuschauer.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2010 | 12:25 Uhr

Amerika nach der Apokalypse: Ein Mann namens Eli (Denzel Washington) wandert durch die zerstörte Landschaft, in der das Gesetz des Stärkeren zählt. Er hat eine Mission. Wer sich ihm in den Weg stellt, muss mit Gegenwehr rechnen - sei es mit Feuersalven oder Martial-Arts. Eli ist schnell und tödlich, obwohl er blind zu sein scheint. Möglich, dass er die Lösung zur Rettung der Menschheit in seinem Gepäck hat. In Form eines mysteriösen Buches.
Bis Eli sein Ziel erreicht und damit seine Bestimmung erfüllt, muss er einen langen und dornigen Weg gehen - und mit ihm der Zuschauer. "The Book of Eli" ist Zitatenkino, aber nicht immer aus einem Guss: Aus vielen Genres haben Albert und Allen Hughes, die mit "From Hell" stilsicherer waren, Versatzstücke verwendet: aus Samurai-Dramen und den "Mad Max"-Filmen, hier besonders die öden Landschaften und marodierenden Schurken. Stephen Kings "Turm-Fantasy-Saga" über einen geheimnisvollen Revolverhelden diente ebenfalls als Inspiration wie Ray Bradburys brillanter Roman "Fahrenheit 451", in dem Menschen in einer Diktatur, in der alle Bücher verbrannt werden, Romane Wort für Wort auswendig lernen, um die Werke so der Nachwelt zu erhalten, sowie Sergio Leones "Es war einmal in Amerika".
Wie in einem guten Western gibt es einen Gegenspieler: Als Eli in eine Stadt kommt trifft er auf Carnegie (Gary Oldman). Der Anführer hat von dem Buch gehört und will es in seinen Besitz bringen. Eli flieht, daraufhin nehmen Carnegie und seine Bande die Verfolgung auf.
Was folgt, sind Schießereien in unnötiger Länge. Sie wirken wie Fremdkörper, denn "The Book of Eli" haftet eine religiöse Patina an, die erahnen lässt, wohin die Hughes-Brüder eigentlich wollen. Die Pointe ist superb, aber nichts für Zyniker.

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