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Germanwings-Absturz in Südfrankreich : Das wissen wir über den Co-Piloten und den Flug 4U9525

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Nach und nach kommen neue Details ans Licht. Einiges bleibt aber ungewiss. Fragen und Antworten zum Flugzeugabsturz.

shz.de von
erstellt am 27.Mär.2015 | 09:45 Uhr

Mit 150 Menschen an Bord stürzte eine Germanwings-Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in die Tiefe und zerschellte in den den Bergen. Fragen und Antworten zum Flugzeugabsturz.

Was ist über das Unglück bekannt?

Was ist über den Co-Piloten bekannt?

Der Co-Pilot war ein 27-Jähriger aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. Er verheimlichte nach Erkenntnissen der Ermittler eine Erkrankung. In seiner Wohnung gefundene Dokumente wiesen auf eine bestehende Erkrankung und eine entsprechende Krankschreibung hin, die auch für den Tag des Fluges gegolten habe, teilt die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf mit. Um welche Krankheit es sich handelt, bleibt zunächst offen. Die Ermittler nehmen an, dass der 27 Jahre alte Co-Pilot „seine Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber und dem beruflichen Umfeld verheimlicht hat“. Es seien unter anderem zerrissene Krankschreibungen gefunden worden. In seiner Düsseldorfer Wohnung seien weder ein Abschiedsbrief noch Bekennerschreiben gefunden worden, es gebe keine Anhaltspunkte für einen politischen oder religiösen Hintergrund. Germanwings lag nach eigenen Angaben keine Krankschreibung des Co-Piloten vor.

Die Durchsuchung der Düsseldorfer Wohnung des Co-Piloten fand Donnerstagabend statt. Die Aktion dauerte etwa vier Stunden. Dann verließen Beamte mit Umzugkartons das Haus am Düsseldorfer Stadtrand. Grundlage der Durchsuchung war ein Ersuchen der französischen Justiz. Auch im Elternhaus des Piloten im rheinland-pfälzischen Montabaur im Westerwald wurden Polizisten vorstellig.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz: „Er war 100 Prozent flugtauglich. Ohne jede Auffälligkeit.“ Es habe in der Ausbildung des Co-Piloten eine längere Unterbrechung gegeben – Näheres sagte er aber nicht dazu.  Was den Co-Piloten zu seiner Tat bewegt hat, ist laut Spohr noch unklar. Einmal pro Jahr gebe es Untersuchungen. „Explizite psychologische Tests gibt es nach der Ausbildung nicht mehr“, so der Lufthansa-Chef.

Der Mann wuchs in Montabaur nach Stadtangaben in einem ruhigen Wohngebiet im Süden der Stadt auf – inmitten von Einfamilienhäusern mit Gärten und nicht weit von einem Freizeitbad. Dort ist er auch noch teilweise zu Hause.

Beim Flugverein LSC Westerwald trat der 27-Jährige als Jugendlicher bei. Dort lernte er das Segelfliegen. Im vergangenen Jahr habe er seine sogenannten Scheinerhaltungsflüge gemacht, sagte der Vereinsvorsitzende Klaus Radke. „Da habe ich ihn als sehr netten, lustigen und höflichen Menschen kennengelernt“, sagte er weiter.

Seit September 2013 arbeitete der 27-Jährige als Co-Pilot bei Germanwings, vorher war er nach Lufthansa-Angaben während einer Wartezeit Flugbegleiter. 

Die Luftaufsicht gab bekannt, dass bei den routinemäßigen Sicherheitsüberprüfungen des 27-Jährigen keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Zuletzt sei dem Mann Ende Januar bescheinigt worden, dass keine strafrechtlichen oder extremistischen Sachverhalte gegen ihn vorliegen. Auch bei den vorherigen zwei Überprüfungen blieb der Co-Pilot ohne jede belastende Erkenntnis.

Warum ist der Airbus abgestürzt?

Der Co-Pilot hat das Flugzeug vermutlich absichtlich in den Sinkflug gesteuert. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag: „Nach der Auswertung des Voicerekorders des Unglücksflugs habe sich eine neue, sehr, sehr tragische Wendung ergeben. Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass das Flugzeug vermutlich willentlich zum Absturz gebracht wurde.“ Bei einer Pressekonferenz zuvor erklärte der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin bereits ebenfalls, der Co-Pilot habe „den Sinkflug mit Vorsatz eingeleitet“. Es habe keine Veranlassung für ihn gegeben, das zu tun. Er habe keine Veranlassung gehabt, dem Piloten den Zugang zu verweigern. Er habe keinerlei Veranlassung, nicht auf Ansprache des Towers zu reagieren.

Auf Ansprache des Towers in den letzten acht Minuten vor dem Zerschellen der Maschine reagierte der Co-Pilot nicht. Ein Notruf wurde nicht abgesetzt. Der Pilot konnte nach einem Gang zur Toilette die automatisch verriegelte Kabine nicht mehr öffnen. Zuletzt hämmerte er mit der Crew von außen an die Tür. Der Stimmenrekorder zeichnete bis zum Aufprall schweres Atmen aus dem Cockpit auf. Der Co-Pilot war also am Leben. Schreie von Passagieren sind erst in den letzten Sekunden zu hören. In den ersten 20 Minuten nach dem Start unterhielten sich Pilot und Co-Pilot ganz normal.

Bundesinnenminister de Maizière schließt einen terroristischen Hintergrund aus. Dazu der Lufthansa-Chef: „Ich kann mich nur dem Bundesinnenminister anschließen, es gibt keinerlei Anzeichen, ...auch der Nachrichtendienste und von uns, dem Arbeitgeber des jungen Mannes, dafür.“

Welche Details sind über den Flug noch bekannt?

Flug 4U9525 hob in Barcelona um 10.01 Uhr ab - mit 26 Minuten Verspätung. Um 11.35 Uhr sollte die Maschine in Düsseldorf landen. Gegen 10.45 Uhr erreichte der Airbus A320 laut Germanwings seine reguläre Flughöhe.

Ab 10.46 Uhr ging die Maschine für acht Minuten in einen Sinkflug, der nicht mit der Flugsicherung abgesprochen war. Dem Online-Dienst Flightradar24 zufolge sank die Maschine dabei mit einer Geschwindigkeit von 3000 bis 4000 Fuß - etwa 900 bis 1200 Meter - pro Minute. Das ist vergleichbar mit einem Landeanflug.

Der Kontakt des Flugzeugs zum französischen Fluglotsen sei um 10.53 Uhr auf einer Höhe von etwa 6000 Fuß (1800 Meter) abgebrochen, teilte Germanwings mit.

Die Maschine flog bis zum Aufprall, ohne dass es eine Explosion gab, wie die französische Untersuchungsbehörde BEA mitteilte.

Um 11.30 Uhr erhielt der Flughafen Düsseldorf die Information, dass die Maschine vom Radar verschwunden ist.

Wo genau stürzte die Maschine ab?

Die Maschine stürzte im Estrop-Massiv rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza ab. In der zerklüfteten Bergregion liegt teilweise Schnee, sie ist für Fahrzeuge nicht erreichbar. Helfer können nur mit Hilfe von Helikoptern in das Absturzgebiet gebracht werden.

Helikopter beim Überflug der Absturzstelle. Foto:dpa
Wer war an Bord?

An Bord der verunglückten Germanwings-Maschine vom Typ Airbus A320 waren 150 Menschen - 144 Passagiere sowie sechs Crew-Mitglieder. Langsam wird bekannt, woher die Opfer kamen. Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen sind nach neuesten Informationen 75 Deutsche ums Leben gekommen. Dies teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag in Berlin mit. Bislang war man von mindestens 72 getöteten Bundesbürgern ausgegangen. Ein Überblick:

Nordrhein Westfalen: Unter den Opfern sind 16 Schüler und 2 Lehrerinnen aus Haltern am See in Westfalen. Auch die gebürtige Düsseldorfer Opernsängerin Maria Radner war an Bord, ebenso ihr Kollege Oleg Bryjak, der Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein war. Auch ein Elternpaar aus Meerbusch (Kreis Neuss) stürzte im Airbus A320 ab, sie hinterlassen zwei Kinder. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer bestätigte, dass sich ein Angestellter in dem Airbus befand. Auch der Düsseldorfer Henkel-Konzern trauert um eine Mitarbeiterin. Jeweils fünf Todesopfer stammen nach dpa-Informationen aus Wuppertal und Porta Westfalica. Das Detmolder Elektronik-Unternehmen Weidmüller trauert zudem um drei spanische Mitarbeiter, die sich auf dem Weg in die Firmenzentrale befanden. Weitere drei Tote werden in Dortmund beklagt: ein ehemaliger stellvertretender Bezirksbürgermeister sowie dessen Ehefrau, außerdem ein angehender Verkehrspilot aus Dortmund.

Rheinland-Pfalz: Vier Opfer der abgestürzten Germanwings-Maschine stammen nach Angaben des Mainzer Innenministeriums wahrscheinlich aus dem Westerwald. Dort wurde in der Verbandsgemeinde Westerburg um drei Opfer getrauert. Der Co-Pilot stammte aus Montabaur. Das sagte Stadtbürgermeisterin Gabriele Wieland (CDU). Er habe bei seinen Eltern in Montabaur gewohnt und auch einen Wohnsitz in Düsseldorf gehabt.

Niedersachsen: Nach ersten Informationen des Innenministeriums starben zwei Niedersachsen bei dem Unglück.

Auch etliche Passagiere mit anderer Staatsangehörigkeit saßen in der Unglücksmaschine, die meisten von ihnen stammten wohl aus Spanien.

Spanien: Nach vorläufigen spanischen Regierungsangaben sollen 51 der Opfer Spanier sein.

Großbritannien: Laut dem britischen Außenminister Philip Hammond kamen mindestens drei Briten bei dem Unglück ums Leben. Dem Auswärtigen Amt war am Mittwochmittag ein britisches Opfer bekannt.

Kasachstan: Nach Angaben des kasachischen Außenministeriums waren drei Menschen aus Kasachstan unter den Opfern. Germanwings machte dazu keine Angaben.

Australien: Mindestens zwei Passagiere - dabei soll es sich laut australischem Außenministerium um eine Mutter und ihren erwachsenen Sohn aus dem Bundesstaat Victoria handeln.

Argentinien: mindestens zwei Opfer

Venezuela: laut Germanwings zwei Opfer

Kolumbien: Nach Angaben des Außenministeriums stammen zwei Opfer aus dem Land.

Mexiko: laut Außenministerium zwei Opfer

Iran: laut Germanwings zwei Opfer

USA: laut Germanwings zwei Opfer

Japan: Wie die Regierung in Tokio erklärte, waren auch zwei Japaner an Bord. Germanwings sprach von einem japanischen Opfer.

Kolumbien: Nach Angaben des Außenministeriums stammen zwei Opfer aus dem Land.

Je ein Opfer stammte laut der Airline aus den Niederlanden, Dänemark, Belgien und Israel.

Unter den genannten Opfern könnten sich Doppelstaatler befinden.

Was ist mit der zweiten Blackbox?

Der zweite Flugschreiber ist noch nicht gefunden. Mittwoch war der Stimmenrekorder bei der zuständigen französischen Untersuchungsbehörde BEA in Paris eingetroffen.

So sieht der Stimmenrekorder aus:

Was war das eigentlich für ein Flugzeug?

Bei der Maschine handelt es sich um einen Airbus vom Typ A320. Seinen Jungfernflug hatte er im November 1990. Er war eines der ältesten Flugzeuge der Airbus-Serie. Diese gilt allerdings als zuverlässig.

Ein Germanwings-Flugzeug auf dem Flughafen Düsseldorf. Foto:dpa

Der Airbus A320 sei noch am Montag einem letzten Routinecheck unterzogen worden, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann. Am Dienstag sei das Flugzeug um 6.48 Uhr zunächst mit 122 Passagieren von Düsseldorf nach Barcelona geflogen, bevor sich die Maschine um 10.01 Uhr wieder auf den Weg zurück nach Düsseldorf gemacht habe.

Germanwings betonte, das abgestürzte Flugzeug sei mit aktuellster Computertechnik ausgestattet gewesen. Ein Technik-Problem, wie es kürzlich bei einer Lufthansa-Maschine aus derselben Airbus-Familie bekanntgeworden war, sei daher bei dem Unglücksflieger nicht zu erwarten, sagte der Leiter des Flugbetriebs, Stefan-Kenan Scheib.

Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass der Co-Pilot die Maschine offenbar gezielt abstürzen ließ. Somit wäre ein technischer Defekt auszuschließen.

Was weiß man über die Fluggesellschaft?

Germanwings ist eine 100-prozentige Tochter der Lufthansa. Seit 2013 hat die Airline schrittweise die dezentralen Verbindungen der Konzernmutter von den meisten deutschen Flughäfen nach ganz Europa übernommen. Ausgenommen davon waren nur Flüge von und zu den großen Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München. Germanwings verfügte im Herbst 2014 über 76 Flugzeuge und beschäftigte rund 2000 Mitarbeiter. Allein betrachtet wäre das Unternehmen die drittgrößte Fluggesellschaft Deutschlands.

Gab es schon öfter Zwischenfälle mit Flugzeugen von Germanwings?

Der Absturz in Südfrankreich war der erste Totalverlust einer Maschine der Germanwings. Flugzeuge der Lufthansa-Tochter waren in den vergangenen Jahren allenfalls von kleineren Zwischenfällen betroffen. Dabei machten vor allem seltsame Gerüche im Cockpit Schlagzeilen.

So gab es im Dezember 2010 beim Anflug einer Germanwings-Maschine vom Typ A319 auf den Flughafen Köln/Bonn gravierende Probleme für die Piloten bei der Landung, weil sie durch Gerüche der Ohnmacht nahe waren. Beide griffen zu ihren Sauerstoffmasken. Der steuernde Kapitän sagte laut Bericht der Bundesstelle für die Untersuchung von Flugunfällen (BFU), dass er am Ende seiner Leistungsfähigkeit gewesen sei. Die Ursache der schlechten Luft im Cockpit wurde nicht geklärt. Die BFU hakte viele Möglichkeiten als unwahrscheinlich ab, schloss aber „nicht völlig“ aus, dass es „eine Geruchsentwicklung durch fehlerhafte elektrische oder elektronische Bordsysteme“ gegeben habe.

Im Mai 2013 landeten Germanwings-Piloten eine Maschine aus Sicherheitsgründen außerplanmäßig - ebenfalls wegen starken Geruchs. Kurz nach dem Start in London kehrten sie zurück, statt planmäßig Stuttgart anzusteuern. Die 141 Insassen verließen den Airbus über die Treppen.

Im Mai 2014 brach ein Pilot den Start einer Germanwings-Maschine vom Flughafen Cagliari auf Sardinien ab - wegen eines ungewöhnlichen Geruchs. Der Airbus kehrte vorsorglich zum Gate zurück, die 143 Passagiere verließen die Maschine und flogen mit einem Ersatzflugzeug zum Flughafen Köln/Bonn.

Ungewöhnlich sind die Gerüche in Kabine und Cockpit allerdings keineswegs. Auch bei anderen Airlines und Maschinen traten sie auf und brachten Piloten hin und wieder zum Abbruch des Fluges. Die BFU hat Hunderte solcher Zwischenfälle analysiert und kam zu dem Ergebnis, dass sie „keine relevante Einschränkung der Flugsicherheit“ bedeuteten - wohl aber seien „einzelne Piloten in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt“ worden.

Wie geht es weiter?

Hat der Absturz bereits neue Regeln in der Luftfahrt zur Folge?

Ja. Die deutschen Fluggesellschaften führen ab sofort die Zwei-Personen-Regel im Cockpit ein. Dies sei nach Abstimmungen mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Luftfahrt-Bundesamt beschlossen worden, teilte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag mit. Bereits am Donnerstagabend hatte der Verband diese Konsequenz aus der Flugzeugkatastrophe angekündigt. Als erster Schritt werde als neues Verfahren vorläufig eingeführt, dass immer zwei autorisierte Personen im Cockpit eines Flugzeuges sein müssen, erklärte der BDL. Der Co-Pilot der Germanwings-Maschine soll seinen Piloten offenbar ausgesperrt haben, bevor er den Airbus abstürzen ließ. Derartige Situationen sollen künftig vermieden werden, indem ein Flugbegleiter ins Cockpit gerufen wird, wenn einer der beiden Piloten es verlassen will.

Wann und wie werden die Leichen identifiziert?

Die Rettungskräfte am Absturzort der Germanwings-Maschine konnten bisher nur Leichenteile sammeln. „Wir haben bisher keinen einzigen intakten Körper geborgen“, sagte ein Sprecher der Gendarmerie am Freitag am Einsatzort in Seyne-les-Alpes. Er sprach von rund 400 Leichenteilen, die gefunden worden seien. Es gebe einige Übereinstimmungen mit den DNA-Proben, die bei Angehörigen der Opfer genommen worden seien. Die Identifizierungen sollten erst bekanntgegeben werden, wenn alle erfolgt seien.

Angaben zur Dauer der Bergungsarbeiten wollte der Sprecher nicht machen. Er verwies auf die extrem schwierigen Bedingungen in dem schwer zugänglichen Gelände der Absturzregion. Er ließ offen, wie viele Einsatzkräfte dort derzeit arbeiten. Die Dauer der Bergung hänge vor allem von diesen Voraussetzungen und den Witterungsbedingungen ab.

 
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