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Crowdfunding im Kino : Das verdienen die Fans am Stromberg-Film

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„Stromberg - Der Film“ lockte mehr als 1,3 Millionen Besucher in die Kinos. Der Crowdfunding-Gewinn wird jetzt verteilt.

Vor einem halben Jahr kam „Stromberg - der Film“ in die Kinos. 1.339.215 Zuschauer sahen seit dem Kinostart den Streifen mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle. Und die Fans, die per Crowdfunding in den Film investierten, bekommen jetzt zum ersten Mal Geld: 1.169.607,50 Euro werden an die Investorengemeinschaft ausgeschüttet, teilte die Produktionsgesellschaft Brainpool mit. Bei einem Investment von einer Million Euro bleibt damit ein Gewinn von 169.607,50 Euro. Wer 1000 Euro investierte, bekommt also 1169,61 zurück.  Ab sofort können sich alle Investoren ihr Kapital und ihren Gewinn überweisen lassen.

Ende 2011 erfolgte der Aufruf zur Schwarmfinanzierung im Internet. Stromberg-Schöpfer und Produzent Ralf Husmann wollte sich dann an die Arbeit für einen Stromberg-Film machen, wenn eine Million Euro zusammenkommen – von den Fans. Die ließen sich nicht lange bitten. Und die Dreharbeiten konnten beginnen. Am 20. Februar 2014 war es dann so weit: Bernd Stromberg, Leiter der Schadensregulierung der Capitol-Versicherung, zeigte sich auf der Kino-Leinwand. Fans der TV-Kult-Serie pilgerten in die Säle, um die Film-Fortsetzung zu sehen.

Die Finanzierung funktionierte wie folgt: Jeder Einzelne musste mindestens 50 Euro in das Projekt investieren. Ab dem millionsten Kino-Besucher verdienten die Investoren mit, indem pro verkauftem Ticket 50 Cent für die Crowdfunding-Gemeinschaft angesammelt wird. Wäre der Film unter der Millionenmarke geblieben, hätten sich die Investoren mit einem Minusgeschäft abfinden müssen.

Ralf Husmann sagte zu der Ausschüttung: „Unsere Investoren haben nicht nur Gewinn gemacht, sondern zusätzlich noch einen Film bekommen. Mit Gags, Musik, Nutten und Frank-Walter Steinmeier. Mehr kann keiner verlangen. Das ist purer Spaß-Kapitalismus, daran kann sich Nordkorea mal ein Beispiel nehmen!“

Die Fans verdienen auch weiterhin am Film - solange „Stromberg“ im Kino läuft. Der nächste Abrechnungsstichtag ist Ende Februar 2015.

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erstellt am 16.Okt.2014 | 15:10 Uhr

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