England : Das Royal Baby ist da: Kate bringt kleine Prinzessin zur Welt

Das Warten hat ein Ende: Prinz William und seine Frau Herzogin Kate sind zum zweiten Mal Eltern geworden.

shz.de von
02. Mai 2015, 12:22 Uhr

London | Prinz Williams Frau Kate hat am Samstag in London eine Tochter zur Welt gebracht. Mutter und Kind sind wohlauf, teilte der Kensington Palast mit. Unter dem Jubel vieler Schaulustiger hat Prinz William am Nachmittag das Krankenhaus im Londoner Stadtteil Paddington verlassen, wo Stunden vorher seine Tochter geboren wurde. „Ich bin sehr glücklich“, sagte William vor Hunderten Journalisten vor dem privaten Lindo-Flügel des St. Mary's Hospitals. Er werde nun seinen Sohn, Prinz George, abholen, verriet William. Möglicherweise soll der ältere Bruder noch am Samstag sein Schwesterchen treffen.

Die größten Royal-Fans wissen es schnell: Am Samstag gegen 11.10 Uhr (Ortszeit) ertönt Jubel aus dem Camp der Königstreuen, die seit Tagen vor dem St. Mary's Hospitals in London auf die Geburt von Nummer vier der britischen Thronfolge warten. „It's a girl, it's a girl, it's a girl“, singen sie begeistert. In der Tat: Es ist ein Mädchen. Prinz William und seine Frau Kate sind Eltern einer kleinen Tochter geworden - die Mutter und das 3714 Gramm schwere Kind sind wohlauf, die Wehen dauerten keine drei Stunden.

Noch vor den wartenden Fans und Journalisten wurden aber Queen Elizabeth II., Thronfolger Prinz Charles sowie der Rest der königlichen Familie und Premierminister David Cameron informiert.

Die nächste Generation der Windsors hat neben dem designierten Thronfolger Prinz George, der im Juli 2013 im selben Krankenhaus das Licht der Welt erblickt hatte, eine Ersatzfrau für den Thron - auch wenn das noch Jahrzehnte dauern wird. Als direkte Nachkommen eines Königs oder einer Königin ist es in Großbritannien mehr als 60 Jahre her, dass zuletzt eine Prinzessin geboren wurde. Queen-Tochter Prinzessin Anne, kam vor über 64 Jahren zur Welt, Thronfolger Charles hat mit William und Harry zwei Söhne, auch Williams erstes Kind George ist ein Junge. Wie Anne wird sich später auch der Neuankömmling „Princess Royale“ nennen dürfen.

Solange Vater William aber noch nicht König ist, muss sich das Kindchen mit der Anrede „Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin...“ vor dem Vornamen begnügen. Wie das Kind weiter heißt, dürfte erst in einigen Tagen bekanntwerden. Bei den britischen Buchmachern stehen die Namen Alice und Charlotte besonders hoch im Kurs.

Der Durst der Öffentlichkeit nach Neuigkeiten über das Prinzesschen bleibt voraussichtlich groß. Nach dem Verlassen des Krankenhauses wird das Kind voraussichtlich erst zu seiner Taufe in mehreren Monaten wieder öffentlich zu sehen sein. Ob sich diesmal Kates Schwester Pippa Middleton, der ein gewisser Hang zur Öffentlichkeit nachgesagt wird, unter die Taufpaten einreihen darf, ist noch nicht sicher. „Prinz George ist nicht mehr öffentliches Eigentum, so wie das William und Harry damals waren. Und das trifft auch auf seine Schwester zu“, sagte die Royal-Biografin Penny Junor.

Das Kind hatte die Briten in der vergangenen Woche ziemlich auf die Folter gespannt. Kate soll sogar mehrmals schwimmen gegangen sein, um den ausbleibenden Wehen Beine zu machen. Am Samstag ging plötzlich alles ganz schnell. Am frühen Morgen fuhr Herzogin Kate nach Angaben des Kensington-Palastes an der Seite ihres Mannes ins Krankenhaus. „Ihre Königliche Hoheit, die Herzogin von Cambridge, wurde um 6 Uhr (Ortszeit) ins Krankenhaus gebracht und befindet sich im frühen Stadium der Wehen“, heiß es in der Mitteilung. Alles laufe normal. Nur zweieinhalb Stunden später, um 8.34 Uhr, ist das Töchterchen da.

Auch der selbst ernannte Stadtschreier Tony Appleton, der im Sommer 2013 schon die Geburt von Prinz George in die Welt hinaus rief, klingelt nach der frohen Botschaft mit einer Glocke und verkündet vor dem privaten Lindo Wing des Krankenhauses mit donnernder Stimme die Geburt von Georges kleinem Schwesterchen. Nicht nur die Royal-Fans vor dem Krankenhaus sind aus dem Häuschen, auch Opa Prinz Charles hatte vorher verraten, er wünsche sich eine Enkelin.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Latest updates after Duchess of Cambridge gives birth to baby girl <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a> <a href="http://t.co/JGTlPg5s2S">http://t.co/JGTlPg5s2S</a> <a href="http://t.co/OnU13taYyz">pic.twitter.com/OnU13taYyz</a></p>&mdash; BBC Breaking News (@BBCBreaking) <a href="https://twitter.com/BBCBreaking/status/594447128384184320">2. Mai 2015</a></blockquote>

Aus aller Welt trudelten am Samstag Glückwünsche an die königliche Familie ein. Die britischen Politiker nutzten die Gelegenheit, vor der Parlamentswahl am 7. Mai ihren Patriotismus zum Ausdruck zu bringen. „Das ganze Land wünscht ihr alles Gute“, schrieb Premierminister David Cameron auf Twitter. Sein Herausforderer Ed Miliband, der Rechtspopulist Nigel Farage und weitere Politiker taten es ihm gleich. Auch Earl Spencer, der Bruder von Williams gestorbener Mutter Diana, schickte Glückwünsche: „Wir sind überglücklich.“

Wenn alles gut geht, besteigt der Neuzuwachs im Königshaus nie den Thron. Das Kind hat daher keine von Geburt an festgelegte Rolle. Das bedeutet Freiheit, macht aber die Suche nach einer Aufgabe notwendig. "Ersatz-Thronerbe zu sein ist nicht leicht", sagt die Historikerin Kate Williams. Es fehle die Privatsphäre, jeder Schritt werde beobachtet, die Möglichkeiten seien beschränkt - und das alles ohne echte Aussicht auf den Thron.

Ein Name für das Baby wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Tochter von Prinz William und seiner Frau Kate wird aber automatisch die Bezeichnung Prinzessin vor ihrem Vornamen führen. Dies ist in einer königlichen Note geregelt, die Queen Elizabeth II. im Jahr 2012 vor der Geburt von Prinz George erlassen hatte. Demnach wird diese Ehre sowie die Anrede "Königliche Hoheit" allen Kindern des erstgeborenen Kindes des jeweiligen Thronfolgers zuteil. Bis 2012 durfte sich nur das älteste Kind automatisch Prinz oder Prinzessin nennen.

Der Thronfolger, der in England den Titel "Prince of Wales" führt, ist gegenwärtig Williams Vater Prinz Charles. Mutter Kate, die aus einem bürgerlichen Elternhaus stammt, wurde die Prinzessinnen-Ehre bisher noch nicht verliehen. Sie trägt seit ihrer Hochzeit 2011 den Titel "Herzogin von Cambridge".

Unter dem Hashtag #royalbaby freuen sich nicht nur die Briten.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Endlich! Da isses!    <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a></p>&mdash; Christin Schardt (@miss_schardt) <a href="https://twitter.com/miss_schardt/status/594447800617857026">2. Mai 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">8:34 the little princess saw the first time the world and saw her parents !! So cute ❤ extremely happy for then <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a></p>&mdash; Kati Ж (@UltimateKhloeAK) <a href="https://twitter.com/UltimateKhloeAK/status/594449091456794624">2. Mai 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Da haben <a href="https://twitter.com/hashtag/PrinceWilliam?src=hash">#PrinceWilliam</a> und <a href="https://twitter.com/hashtag/PrincessKate?src=hash">#PrincessKate</a> natürlich Glück, dass der Storch und nicht <a href="https://twitter.com/hashtag/DHL?src=hash">#DHL</a> das <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a> ausliefert.</p>&mdash; Kevin Kafka (@KevinKafka) <a href="https://twitter.com/KevinKafka/status/594449525512740864">2. Mai 2015</a></blockquote>

Und zahlreiche mehr oder weniger ernst gemeinte Namensvorschläge kursieren.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Williamstochter Mountbatten-Windsor! <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a></p>&mdash; Fräulein Wunderbar ♔ (@TanjaCamilla) <a href="https://twitter.com/TanjaCamilla/status/594447742128230400">2. Mai 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Favourite this tweet if you want the new <a href="https://twitter.com/hashtag/royalbaby?src=hash">#royalbaby</a> to be called Princess Diana. Retweet if you think it’s the only real choice</p>&mdash; northlondonhippy (@nthlondonhippy) <a href="https://twitter.com/nthlondonhippy/status/594448428362539008">2. Mai 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">The baby is either going to be named Elizabeth or Victoria man✋ <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a></p>&mdash; $$ (@uantropics) <a href="https://twitter.com/uantropics/status/594448440681209856">2. Mai 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Princess Consuela Bananahammock it is! <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBabyGirl?src=hash">#RoyalBabyGirl</a></p>&mdash; Pooja (@pooja1712) <a href="https://twitter.com/pooja1712/status/594449039191449601">2. Mai 2015</a></blockquote>

Wie gewohnt wird auch Kritik an der allgemeinen Aufmerksamkeit für das Kind laut.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">I&#39;m proper Royalist and happy about <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a> but my god, this news coverage is giving me the rage.</p>&mdash; Louise Hector (@louisehector) <a href="https://twitter.com/louisehector/status/594449055767470081">2. Mai 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="en" dir="ltr">Drop everything- a woman you don&#39;t know and will probably never meet has had a baby. <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a> <a href="http://t.co/2UdFiwDcVO">pic.twitter.com/2UdFiwDcVO</a></p>&mdash; Elliot Tucker (@tuckerelliot) <a href="https://twitter.com/tuckerelliot/status/594449492071571456">2. Mai 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Das <a href="https://twitter.com/hashtag/RoyalBaby?src=hash">#RoyalBaby</a> ist dermaßen irrelevant, dass es vermutlich die nächste Coverstory beim <a href="https://twitter.com/hashtag/News?src=hash">#News</a> sein wird.</p>&mdash; Peter M. Janoschek (@xjanpet) <a href="https://twitter.com/xjanpet/status/594449298982572033">2. Mai 2015</a></blockquote>

(mit dpa)

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