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Ärger über Verwendungszweck : Comdirect kündigt Privatkonto wegen „waffenfähigem Plutonium“

vom

Die Commerzbank-Tochter hat ernst gemacht: Weil ein Kunde den Verwendungszweck nutzte, wurde ihm das Gehaltskonto gekündigt.

Düsseldorf | Erst Ende September amüsierte sich das Netz über einen Twitter-Beitrag, der einen Ausschnitt aus einem Brief einer Bank zeigte. Darin wurde ein Bankkunde gewarnt, den Verwendungszweck „Waffenfähiges Plutonium“ bei einer Überweisung nicht wieder zu nutzen. Bei einer Wiederholung drohe eine Kontokündigung. Der Kunde hatte einen Betrag von 40,02 Euro überwiesen und den Text hinzugefügt. Dieser war durch die Bank sogar als Scherz identifiziert worden – die schriftliche Warnung gab es trotzdem.

Nach einem Bericht der Zeitung „Handelsblatt“ vom Donnerstag wurde jetzt einem Kunden der Comdirect Bank das Konto gekündigt, da dieser den Text für eine Fälschung hielt und daraufhin den beanstandeten Verwendungszweck „aus Spaß“ in einer Überweisung testete. Der 29-jährige Inhaber des Kontos überwies einem Bekannten 168 Euro mit dem Verwendungszweck „Waffenfaehiges Plutonium 75 GBP und Differenz der Kosten vorher“.

Die Bank reagierte zwei Tage später prompt: „Wir machen (...) von unserem Kündigungsrecht Gebrauch (...) und kündigen die gesamte Kontoverbindung fristgerecht zum 16.12.2015“, heißt es in dem Schreiben, dass der Zeitung vorliegt. Das Unternehmen aus Quickborn blieb eine weitere Begründung schuldig.

Banken filtern Verwendungszwecke nach verdächtigen Begriffen, um die Geldwäsche zu bekämpfen. Erst vor einer Woche kündigte die Comdirect Bank einem Mann aus Cloppenburg das Konto. Er nutzte ebenfalls den Verwendungszweck. Darüber berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung.

 

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erstellt am 08.Okt.2015 | 18:08 Uhr

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