Heide Park Soltau : Colossos: Warum die höchste Holzachterbahn Europas schließen musste

Der Colossos im Heide Park Resort ist die höchste Holzachterbahn Europas. Wegen der hohen Geschwindigkeiten, die die Bahn erreicht, sind spezielle Schienen gefordert.

Der Colossos im Heide Park Resort ist die höchste Holzachterbahn Europas. Wegen der hohen Geschwindigkeiten, die die Bahn erreicht, sind spezielle Schienen gefordert.

Warum der Colossos geschlossen werden musste, war bislang unklar. Nun erklärt der Freizeitpark den Grund und wie es weiter geht.

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12. Dezember 2017, 10:23 Uhr

Seit Mitte März ist mit der Holzachterbahn Colossos die Hauptattraktion des Heide Parks geschlossen. Bislang war unklar, warum. Jetzt meldet sich der Freizeitpark zu Wort. Wie ein Mitarbeiter in einem bei Facebook veröffentlichten Video erklärt, habe Colossos wegen Problemen mit der Schiene geschlossen werden müssen.

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Bei einer vom TÜV zusätzlich zu den regelmäßigen Prüfungen geforderten Untersuchung habe man herausgefunden, dass „der Zustand der Schiene tatsächlich schlechter als angenommen“ war, sagt der Mitarbeiter. Zwar sei die Schiene noch in Ordnung und eine Überfahrt unproblematisch. Aus Sicherheitsgründen habe man sich dennoch dazu entschlossen, die Anlage sofort außer Betrieb zu nehmen.

Schiene muss ausgetauscht werden

Die Reparaturarbeiten kosteten mehrere Millionen Euro – und könnten einige Zeit dauern. Denn bei der Schiene handele es sich um eine besondere Konstruktion aus Kerto-Holz. Während eine normale Holzachterbahn Schienen aus Brettern habe, die übereinander genagelt und anschließend handwerklich bearbeitet würden, werde für Colossos aufgrund der hohen Fahrgeschwindigkeit eine andere Bauweise benötigt. „Diese Schiene ist hochpräzise, stabil und haltbar. Sie hat fast 15 Jahre gehalten, bei normalen Holzachterbahnen müssen die Schienen alle zwei, drei Jahre ausgetauscht werden“, erklärt der Mitarbeiter. Das Problem: Die Schiene von Colossos müsse auf ganzer Länge ausgetauscht werden, was von Umfang und Komplexität fast einem Neubau der Anlage entspreche. „Solche Projekte dauern circa zwei bis drei Jahre.“

Witterungsbedingte Veränderungen

Durch die Witterung habe sich das Bauwerk in den vergangenen Jahren zudem verändert. Die Schiene müsse diese Veränderungen, die sich im Millimeterbereich bewegten, berücksichtigen. Nach der Schließung der Achterbahn habe man hunderte Testfahrten durchgeführt, um diese herauszufinden.

Wie geht es weiter?

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2001 habe Colossos mehr als 1,26 Millionen Kilometer zurückgelegt. Ob oder wann Besucher wieder mit der Holzachterbahn fahren können, ist unklar. Eine finale Entscheidung darüber, wie es weitergeht, werde erst Anfang Januar erwartet. In den Entscheidungsprozess sei auch der Betreiber des Parks, Merlin Entertainments, eingebunden.

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