Stern in Hollywood : Christoph Waltz und mehr: Hier spricht der Walk of Fame deutsch

Schauspieler Christoph Waltz bekommt einen Stern in Hollywood. Damit ist er in guter Gesellschaft. shz.de stellt die berühmtesten deutschsprachigen Sterne-Inhaber vor. Ein Schleswig-Holsteiner ist auch dabei.

Miriam Richter von
01. Dezember 2014, 17:10 Uhr

Los Angeles | Der Schauspieler Christoph Waltz bekommt am Montag in Hollywood einen Stern auf dem „Walk of Fame“. Es ist die 2536. Auszeichnung auf dem Bürgersteig. Bei der Enthüllung des Messingsterns spricht Quentin Tarantino, Regisseur von „Inglourious Basterds“ und „Django Unchained“, den beiden Filmen, für die Waltz jeweils den Oscar als bester Nebendarsteller gewann. Waltz ist nicht der einizige deutschsprachige Weltstar, der einen Stern bekommt.  shz.de stellt die prominentesten Sterne-Inhaber vor.

Arnold Schwarzenegger

Christoph Waltz ist nicht der erste Österreicher, der die hohe Hollywood-Auszeichnung erhält. Landsmann Arnold Schwarzenegger bekam seinen Stern bereits 1987.  Seine Karriere als Bodybuilder war erst der Anfang: 1982 kam Schwarzenegger als Kampfroboter „Terminator“ in die Kinos - der endgültige Durchbruch.  Es folgten Filme wie „Total Recall“, „Twins“ und weitere Terminator-Filme.  Ab 2003 widmete er sich seiner politischen Karriere. Bis 2011 war Schwarzenegger Gouverneur in Kalifornien. Mittlerweile steht Schwarzenegger aber wieder vor der Kamera, unter anderem in den „Expendables“-Filmen mit Sylvester Stallone und Bruce Willis.

Heidi Klum

Model, Moderatorin und Schauspielerin Heidi Klum bekam ihren Stern 2007. Die Bergisch Gladbacherin ist nicht nur in Deutschland als Jury-Mitglied einer Model-Nachwuchsshow bekannt. Seit 2004 sitzt sie in der Jury von „Project Runway“, dem us-amerikanischen Pedant zu „Germany's next Topmodel“.

Hans Zimmer

Viele kennen den Namen Hans Zimmer vielleicht gar nicht. Dafür aber seine Filmmusik. Denn der gebürtige Frankfurter hat für die größten Blockbuster der letzten Jahre die Musik komponiert. Rain Man, Gladiator, Pearl Harbor, Batman begins und Inception sind nur eine kleine Auswahl aus seinen Werken. 1995 bekam er für „König der Löwen“ einen Oscar.  15 Jahre später durfte Zimmer den 2426 Stern auf dem Walk of Fame sein eigen nennen.

Siegfried und Roy

Ihre weißen Löwen machten sie weltberühmt: Über 40 Jahre lang begeisterten die Magier Siegfried Fischbacher aus Rosenheim und Roy Horn aus Blexen ihr Publikum in Las Vegas. Ihre Show im „Mirage-Hotel“ gilt als meistbesuchtes Event in der Glücksspiel-Stadt. Nachdem 2003 Roy Horn während einer Live-Show von einem weißen Tiger schwer verletzt wurde, beendeten die Magier ihre Karriere. Für ihre Leistung wurden sie bereits 1999 mit einem Stern ausgezeichnet. 

Marlene Dietrich

Ihre rauchige Stimme und ihre langen Beine machten sie weltberühmt: Die erste deutsche Schauspielerin, die auf dem Walk of Fame geehrt wurde, war Marlene Dietrich. Bereits in Deutschland durch Filme wie „Der blaue Engel“ ein Star, setzte sie ihre Karriere in Hollywood fort. Unvergessen ist ihre Darstellung in „Zeugin der Anklage“. Während des 2. Weltkriegs weigerte Dietrich sich, sich von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken instrumentalisieren zu lassen. Sie engagierte sich lieber bei der Truppenbetreuung von amerikanischen Soldaten.

Eric Braeden

Der deutschstämmige US-TV-Star Eric Braeden bei der Verleihung seines Sterns am Hollywood Walk of Fame in Hollwood/Los Angeles, USA am 20. Juli 2007.
dpa
Der deutschstämmige US-TV-Star Eric Braeden bei der Verleihung seines Sterns am Hollywood Walk of Fame in Hollwood/Los Angeles, USA am 20. Juli 2007.

Auch Schleswig-Holstein ist in Hollywood vertreten: Der Schauspieler Eric Braeden kommt aus Bredenbek bei Kiel. Er hat seit 2007 seinen eigenen Stern auf dem Hollywood Boulevard. In Deutschland eher unbekannt, ist er in den USA ein Superstar. Seit 1980 spielt er in der Serie „Schatten der Leidenschaft“. Außerdem war Braeden in „Flucht vom Planet der Affen“ und „Titanic"“ zu sehen. Hans-Jörg Gudegast, wie Braeden gebürtig heißt, ist seinem Heimatdorf eng verbunden. Schließlich suchte er sich seinen Künstlernamen „Braeden“ in Anlehung an Bredenbek aus. Er besucht sein Heimatdorf regelmäßig - wie zuletzt 2014 zur 750 Jahr-Feier Bredenbeks.

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