China-Experte: Peking wird wegen Corona keinen Schadenersatz zahlen

Gegen eine Ausgangssperre zur Bekämpfung der Pandemie spricht sich der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, aus. „Es ist ein Trend zu erkennen, dass die Infektionszahlen zurückgehen“, sagt Werner bei „19 – die DUB Chefvisite“. „Die Maßnahmen greifen jetzt“, so der Mediziner mit Blick auf aktuelle Daten. Beim Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag sollte die Politik daher von Verschärfungen absehen – falls sich infektiösere Coronavirus-Mutationen etwa aus England nicht auch in Deutschland rasch ausbreiten sollten. Dass Peking wegen der späten Informationen über den Virusausbruch in Wuhan Schadenersatz zahlt, hält der China-Kenner Marcel Grzanna für „utopisch“. Auch wenn jetzt ein Team der Weltgesundheitsorganisation WHO den Ursprung des Coronavirus im Land untersuche, werden die Experten „nach einem Jahr nicht mehr viel nachvollziehen können“, sagt der Buchautor in der Sendung. Der chinesischen Führung gehe es dabei eher um „Imagepflege“. Denn 2020 habe es „einen Wendepunkt in der weltweiten Wahrnehmung der Diktatur“ gegeben, so Grzanna. _____________________________________________ Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten.