Wallallee in der Innenstadt : Chemieunfall in Parchim: Lkw verliert Schwefelsäure

Spezialisten sind in Parchim, um die ausgelaufene Schwefelsäure zu bergen.
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Spezialisten sind in Parchim, um die ausgelaufene Schwefelsäure zu bergen.

Warum mehrere hundert Liter 96%iger Schwefelsäure auslaufen konnten, ist unklar. Bergungsspezialisten sind bereits vor Ort.

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01. März 2016, 11:30 Uhr

Parchim | Ein Gefahrguttransporter hat am Dienstag in der Innenstadt von Parchim in Mecklenburg-Vorpommern 96%ige Schwefelsäure verloren. Zunächst war von hochkonzentrierter Salzsäure (30%) die Rede gewesen. Vermutlich seien mehrere Hundert Liter ausgelaufen. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Anwohner in der Wallallee (B321) aufgefordert, Türen und Fenster unbedingt geschlossen zu halten, um Verätzungen der Atemwege zu vermeiden.

Anwohner oder Passanten in der betroffenen Region, die Atembeschwerden feststellen, sollen bitte umgehend den Arzt aufsuchen. Ein Feuerwehrmann wurde bereits ins Krankenhaus eingeliefert – vermutlich wegen Verätzungen. Der Kamerad hatte über „brennende Füße“ geklagt. Zeugen haben vor Ort erste Auflösungserscheinungen beim Fahrbahnbelag ausmachen können.

Spezialkräfte seien bereits zur Bergung der Chemikalien im Einsatz. Auch der Lastwagen werde untersucht. Die Ursache sei noch unklar. Das Umweltamt ist soeben vor Ort eingetroffen. Die Zuständigkeiten für den Vorfall müssen noch geklärt werden. Auch die Kriminalpolizei ist zur Ermittlung der Unfallursache auf dem Weg. Möglich sei ein technischer Defekt.

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