Chemie-Waggons in Belgien explodiert

Die Chemikalien in den Waggons sind eine große Gefahr für die Umwelt.  Foto: dpa
Die Chemikalien in den Waggons sind eine große Gefahr für die Umwelt. Foto: dpa

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06. Mai 2013, 03:59 Uhr

Brüssel | Drei entgleiste Kesselwagen voller giftiger Chemikalien sind am Wochenende in Belgien explodiert. Dabei starb ein 64 Jahre alter Mann. 49 weitere Anwohner wurden verletzt. Dies teilte die Pressestelle der Provinz Ost-Flandern gestern mit. Zwei der Verletzten lägen auf Intensiv stationen in Krankenhäusern, doch sei ihr Zustand "stabil". Sechs Kesselwagen eines aus 13 Waggons bestehenden Güterzuges waren am Sonnabend aus zunächst unbekannter Ursache östlich der Stadt Gent im Ort Wetteren entgleist. Drei von ihnen, in denen sich unter anderem der hochgiftige Stoff Acrylnitril befand, explodierten. Sie brannten dann 16 Stunden lang mit großer Rauchentwicklung, bis das nicht löschbare Feuer schließlich von allein aufhörte. Rund 500 Menschen mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. 49 Bewohner von Häusern in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle kamen ins Krankenhaus.

Der tote Mann wurde erst gestern Nachmittag geborgen. Zuvor hatten sich die Rettungskräfte wegen der giftigen Dämpfe nicht in das Haus gewagt. Neben dem Mann lag dessen toter Hund.

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