"Here and There" : Charmante Studie zweier Kulturen

Saxofonist Robert (David Thornton) leidet unter einer Pechsträhne - und heiratet sogar eine Immigrantin, um der Pechsträhne zu entrinnen. Foto: Archiv
Saxofonist Robert (David Thornton) leidet unter einer Pechsträhne - und heiratet sogar eine Immigrantin, um der Pechsträhne zu entrinnen. Foto: Archiv

Saxofonist Robert leidet unter einer Pechsträhne - und tut alles, um ihr zu entrinnen. Nicht einmal die Vermählung mit der Freundin des serbischen Immigranten Branko schlägt er aus.

shz.de von
20. April 2010, 04:29 Uhr

Der amerikanische Saxofonist Robert (David Thornton, "Beim Leben meiner Schwester") hat ziemlich viel Pech. Als er dann auch noch aus seiner Wohnung geworfen wird, greift er jeden Strohhalm, der sich ihm bietet. Also schlägt er auch das Angebot des serbischen Immigranten Branko (Branislav Trifunovic) nicht aus, dessen Freundin Ivana (Jelena Mrdja), die noch in Serbien ist, zu heiraten, damit sie ein Visum für die USA bekommt. Also macht sich Robert auf den Weg in das ferne Belgrad, wo ihn nicht nur Ivana erwartet, sondern auch eine Menge anderer Frauen. Eine von ihnen gefällt ihm besonders gut. Das Regiedebüt von Darko Lungulov stellt zwei verschiedene Welten gegenüber, die sich dann als doch gar nicht so unterschiedlich erweisen: das hektische Leben im trendigen New York und das eher lässig-ländliche in der serbischen Hauptstadt, die immer vom Krieg gezeichnet ist. Lungulov zieht seine Zuschauer locker in den Bann seines Films über einen ausgelaugten Amerikaner, der sich trotz anfänglicher Skepsis dem Charme Osteuropas nicht entziehen kann.

"Here and There", Serbien, USA u. a. 2009, 85 Min., FSK o. A., von Darko Lungulov, mit David Thornton, Mirjana Karanovic, Cyndi Lauper

www.hereandthere-film.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen