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Brustentfernung kann Leben retten

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Eine vorsorgliche Brustentfernung ist radikal - aber vielleicht lebensrettend. Fragen und Antworten zum Thema.

Welche Art von Krebs kann einen Eingriff erfordern?

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 50 000 Frauen an Brustkrebs, etwa sieben Prozent von ihnen haben eine familiäre Anlage dazu: Sie haben die mutierten Brustkrebsgene BRCA 1, BRCA oder das jüngst entdeckte RAD51C. Oft sind in ihren Familien bereits andere Frauen an Brustkrebs erkrankt oder gestorben. Für diese Frauen kann wegen des erhöhten familiären Risikos eine vorsorgliche Brustamputation (Mastektomie) in Betracht kommen.

Wie hoch ist das Risiko, mit diesen Genen tatsächlich an Krebs zu erkranken?

Etwa 70 bis 80 Prozent der Frauen, bei denen die mutierten Gene nachgewiesen wurden, erkranken irgendwann in ihrem Leben an Brust- oder Eierstockkrebs.

Wie kann ich mich über dieses Risiko informieren?

Falls es in der Familie bereits Fälle gibt, können Frauen sich an eines der 15 Zentren für Brust- und Eierstockkrebs bundesweit wenden. Dort werden sie beraten und können einen Gentest machen.

Welche Vorsorgemethoden gibt es?

Risikopatientinnen werden in den Brustkrebs-Zentren halbjährlich untersucht: Gestaffelt nach ihrem Alter greifen Ultraschall, Mammographie und gegebenenfalls auch Kernspin eng ineinander. "Die Zahl derjenigen, die sich für eine vorsorgliche Brustamputation entscheidet, steigt seit Jahren. Auch deshalb, weil die OP-Methoden immer fortschrittlicher, die kosmetischen Ergebnisse immer besser werden", so Kristin Bosse vom Zentrum für Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Tübingen.

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