Ostchinesisches Meer : Brennender Tanker „Sanchi“ gesunken – 32 Tote

Ein Löschboot vor dem brennenden Öltanker SANCHI vor der Küste von Shanghai. XinHua
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Ein Löschboot vor dem brennenden Öltanker SANCHI vor der Küste von Shanghai. XinHua

Eine Woche lang brannte das iranische Schiff lichterloh auf hoher See. Für die Besatzung ist jede Hoffnung verloren.

shz.de von
15. Januar 2018, 09:40 Uhr

Peking | Der vor mehr als einer Woche im Ostchinesischen Meer in Brand geratene Öltanker „Sanchi“ ist gesunken. Wie der chinesische Staatssender CCTV berichtete, versank das iranische Schiff im Meer, nachdem es am Sonntag von einer Explosion erschüttert wurde.  An Bord des Schiffes waren 30 Seeleute aus dem Iran und zwei aus Bangladesch, für die es laut des iranischen Transportministerium keine Hoffnung mehr gab. Nur drei Leichen konnten während der Rettungsarbeiten geborgen werden. Dass weitere folgten, sei laut Ministerium unwahrscheinlich, da das Schiff gesunken sei. 

Nach der Kollision mit einem chinesischen Getreidefrachter am vergangenen Samstag rund 300 Kilometer östlich von der Hafenstadt Shanghai trieb der iranische Tanker brennend im Ostchinesischen Meer.

Das Schiff transportierte fast eine Million Barrel Leichtöl, das bei einem Feuer abbrennt, so dass die Gefahr eines größeren Ölteppichs gering ist. Dennoch warnten chinesische Experten vor möglichen Umweltschäden. Mehr als ein Dutzend Schiffe waren an den Rettungsarbeiten beteiligt und versuchten, mit Schaum zu löschen. Erst am Samstag war es Helfern erstmals gelungen, auf das brennende Schiff vorzubringen, wo sie Schiffsdaten sichern konnten. Hohe Temperaturen im Innenraum des Schiffes hinderten sie jedoch daran, weiter in die Besatzungsräume vorzudringen. 

Wie es zu dem Unglück kam, ist nach wie vor nicht geklärt. Die Schiffsdaten werden laut CCTV derzeit von den Behörden ausgewertet. 

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