Hamburger Gericht : Böhmermanns Schmähgedicht über Erdogan bleibt großteils verboten

Das Schmähgedicht von TV-Moderator Jan Böhmermann bleibt großteils verboten.

Das Schmähgedicht von TV-Moderator Jan Böhmermann bleibt großteils verboten.

Das Schmähgedicht von TV-Moderator Jan Böhmermann bleibt großteils verboten. Das hat ein Hamburger Gericht geurteilt.

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15. Mai 2018, 14:17 Uhr

Hamburg | Im Berufungsverfahren über das Schmähgedicht von TV-Moderator Jan Böhmermann hat das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg heute das Urteil verkündet: Das Schmähgedicht bleibt großteils verboten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte auf Unterlassung geklagt. Böhmermann hatte das Gedicht am 31. März 2016 in seiner Sendung „Neo Magazin Royale" vorgetragen. Bereits am 27. Februar hatte das Oberlandesgericht über die Berufung mündlich verhandelt. 

Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) musste im Wesentlichen darüber urteilen, ob das Gedicht durch die Freiheit der Kunst erlaubt ist oder gegen die Menschenwürde verstößt.

Erstes Urteil schon 2017

Das Landgericht Hamburg hatte der Klage Erdogans mit Urteil vom 10. Februar 2017 teilweise stattgegeben und entschieden, dass Böhmermann weite Teile des Gedichts nicht wiederholen darf. Sowohl Böhmermanns als auch Erdogans Anwalt legten daraufhin Berufung ein.

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