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Wegen G7-Gipfel in Lübeck : Blitz-Marathon 2015 ohne SH

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Einschränkungen beim Blitzer-Marathon im April: Schleswig-Holstein nimmt nicht teil, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verkürzen die Aktion.

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 14:44 Uhr

Grafschaft/Kiel | Autofahrer, die gerne mal aufs Gaspedal drücken, müssen wieder besonders aufpassen. Im April will die Polizei in einer groß angelegten Aktion kontrollieren, ob die Geschwindigkeit auf den Straßen eingehalten wird. Rasen gilt als Unfallursache Nummer Eins. Nur Schleswig-Holstein wird an der groß angelegten Aktion in diesem Jahr nicht teilnehmen. „Wir können uns wegen des G7-Gipfels leider nicht beteiligen“, sagte Lothar Gahrmann, Sprecher der Landespolizei.

Im September hatten die Beamten beim zweiten Blitz-Marathon in ganz Deutschland rund drei Millionen Autofahrer kontrolliert und dabei etwa 93.000 Raser ertappt. Fast 13.000 Polizisten waren im Einsatz, an fast 7500 Stellen im gesamten Bundesgebiet wurde 24 Stunden lang geblitzt und „gelasert“. Bei der Premiere der Aktion ein Jahr zuvor waren 83.000 Raser erwischt worden.

Die G7-Außenminister treffen sich vom 14. bis zum 15. April in Lübeck. Für die politische Großveranstaltung werden 3500 Polizisten der Länder und des Bundes unter Führung der Landespolizei Schleswig-Holstein im Einsatz sein. Unter diesen Voraussetzungen sei ein groß angelegter Blitzermarathon nicht möglich, so Gahrmann.

Im vergangenen Jahr wurden im Norden zuletzt im September 104 Messpunkte aufgestellt. Von den 98.581 überprüften Fahrzeugen fuhren 4,71 Prozent zu schnell. 260 Beamte waren dafür im Einsatz.  Bundesweit kontrollierte die Polizei rund drei Millionen Autofahrer und ertappte dabei etwa 93.000 Raser.

Über Details zu der Aktion am 16. April wollen die Innenminister von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, Roger Lewentz und Ralf Jäger (beide SPD), an diesem Dienstag in Grafschaft im Norden von Rheinland-Pfalz informieren. Allein im vergangenen Jahr kamen nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums in Deutschland 3350 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die häufigste Ursache für Unfälle sei zu hohe Geschwindigkeit. Doch auch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wird es Einschränkungen beim Marathon geben. Ursprünglich sollte der Blitz-Marathon 24 Stunden dauern und am 17. April morgens zu Ende gehen. Wegen der Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Flugzeugabsturzes am 17. April im Kölner Dom werde die Aktion um rund sechs Stunden verkürzt und auf den 16. April beschränkt, teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz mit.

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