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Alkoholverbot für Bahnfahrer : Bier im Zug ist bald so teuer wie Schwarzfahren

vom
Aus der Onlineredaktion

Das Alkoholverbot in norddeutschen Regionalzügen wird ausgeweitet: Das am Bahnsteig geöffnete Bier muss in die Tonne.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 11:57 Uhr

Hannover | Auf einigen Bahnlinien in Norddeutschland müssen die Fahrgäste bald ohne Alkohol auskommen. Das Trink-Verbot ab Jahreswechsel gilt zunächst in Regionalzügen sowie S-Bahnen in Niedersachsen und Bremen. Die Züge werden mit Piktogrammen ausgestattet.

Auf folgenden Linien wird das Alkoholkonsumverbot gelten

S-Bahn Hannover, in den Regionalexpress-Zügen zwischen Hannover, Bremerhaven, Bremen, Norddeich und Osnabrück sowie im Harz-Weser-Netz. Bereits jetzt besteht es in den Metronom-Zügen und bei der Nordwestbahn. Auch Bayern will beim Alkohol nachsteuern und Alkoholkonsum im gesamten öffentlichen Nahverkehr verbieten.

Neben dem Konsum wird auch das Mitführen von Getränkebehältern verboten, die für den sofortigen Verzehr bestimmt sind, teilte die Bahn am Freitag mit. Damit sind zum Beispiel offene alkoholische Getränke, Bügelflaschen oder Trink-Kartons gemeint. Ungeöffnete Trinkflaschen dürften weiterhin mitgeführt werden, teilte die Bahn in einem Presseschreiben mit.

Diese Maßnahme ist laut der DB Regio eine Reaktion auf Kundenwünsche. Umfragen hätten ergeben, dass die Mehrheit der Fahrgäste sich ein generelles Alkoholverbot wünschen, heißt es. Bei der Nordwestbahn und den bis Hamburg operierenden Metronom-Zügen gilt bereits seit 2009 ein Alkohol-Verbot. Die dort bestehenden Verbote hätten einen positiven Einfluss auf die Sauberkeit in den Zügen sowie das subjektive Sicherheitsempfinden der Reisenden, sagt die Bahn.

<p>Das Trinkverbot in den Metronom-Zügen besteht seit 2009.</p>

Das Trinkverbot in den Metronom-Zügen besteht seit 2009.

Foto: imago/Eckhard Stengel

Angetrunkene Personen werden auch auf den norddeutschen Strecken weiterhin befördert. Wer sich allerdings beim Trinken erwischen lässt, kann in Zukunft mit einem Bußgeld von 40 Euro belastet werden – aber erst nach der der Einführungsphase, die bis zum 1. März 2018 geht. Bis 2015 war die die Mindeststrafe für Schwarzfahrer. Inzwischen liegt diese bei mindestens 60 Euro.

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