Familie : Bevormundung durch Kinder - Wie Ältere Grenzen ziehen

Ältere Menschen können sich schnell von ihren Kindern bevormundet fühlen. Etwa, wenn sie ohne Absprache einen Speisedienst engagieren.
Ältere Menschen können sich schnell von ihren Kindern bevormundet fühlen. Etwa, wenn sie ohne Absprache einen Speisedienst engagieren.

Die Kinder meinen es oft nur gut: Für die alte Mutter wird ein Fahrdienst organisiert, für den Vater ein Gärtner engagiert. So etwas stößt aber nicht immer auf Gegenliebe.

shz.de von
23. Oktober 2013, 10:16 Uhr

Viele Senioren fühlen sich bevormundet und abgewertet, wenn ihre Kinder alles für sie regeln. Entgegenwirken können sie einer solchen Situation, indem sie frühzeitig klar Position beziehen: «Überlegen Sie sich: "Was möchte ich auf jeden Fall weiter selbst machen? Was kann ich ohne viel Verlust abgeben"?», sagt Gerlinde Strunk-Richter vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (kda). Helfen könne es, in diesem Gespräch eine Chance zu sehen: Vielleicht ist es die Gelegenheit, ungeliebte Aufgaben zu delegieren.

Fühlen sich Ältere noch fit und ärgern sich über das Verhalten ihrer Kinder, sollten sie deutlich machen: «Ich möchte nicht, dass ihr mir alles abnehmt.» Trotzdem sollten sie versuchen, sich bewusst zu machen: «Die meinen es ja nur gut.» Vielleicht gelingt es ihnen so, in Ruhe mit Sohn oder Tochter zu überlegen, welche Kleinigkeiten in Zukunft jemand anderes übernehmen kann. Oft liegt das Problem vor allem darin, dass es der jetzigen Seniorengeneration schwer falle, Hilfe von außen anzunehmen - auch, wenn es dringend nötig wäre.

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