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„Do They Know It's Christmas?“ : Band Aid 30: Bescherung vor der Tagesschau

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Wie klingt „Do They Know It's Christmas?“ auf Deutsch? Das Video hat heute in der ARD Premiere. Im Radio wird der Song schon gespielt.

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erstellt am 21.Nov.2014 | 11:19 Uhr

Bob Geldof hatte es mit Bono und Chris Martin vorgemacht - und Campino von den Toten Hosen trommelte deutsche Stars für das Projekt Band Aid 30 zusammen. Die Liste der Musiker, die für die Ebola-Hilfe singen, ist lang. Einige Beispiele: Die Toten Hosen und Silbermond, Jan Delay und Marteria, Peter Fox, Max Raabe, Cro, Andreas Bourani, Udo Lindenberg, Max Herre und Joy Denalane. Heute Abend hat die deutsche Version des Benezfiz-Weihnachtshits „Do They Know It's Christmas?“ Video-Premiere. Und zwar nicht auf Youtube oder sonstwo im Netz wie bei der englischen Version, sondern ganz staatstragend um 19.50 Uhr in der ARD - vor der Tagesschau.

Im Radio wird der Song schon gespielt. Auf der Webseite von Radio Hamburg kann man sich einen Ausschnitt anhören, wie das Lied auf Deutsch klingt. Eine Vorstellung davon gibt auch der Text, den Campino von den Toten Hosen, Marteria und Thees Uhlmann geschrieben haben und der im Netz kursiert. Hier ein Ausschnitt:

Wir feiern unsere Feste.
Doch wir sehen nicht, wie sie fallen.
Der Tod kennt keine Feiertage.
Und schon ein Kuss kann tödlich sein.
Kein Abschied und keine Umarmung.
Jeder stirbt für sich allein.

In Großbritanninen hat Band Aid 30 schon jetzt Millionen für den Kampf gegen Ebola eingebracht - und für einige Kontroversen gesorgt. Eine davon: Stimmt das Afrika-Bild, das dieses Lied transportiert, im Jahr überhaupt 2014 noch; hat es je gestimmt?

Und wie kommt die deutsche Version an? Auf Twitter wird schon geätzt.

Übrigens: Die Weihnachtsmärkte öffnen traditionell erst nach Totensonntag, dem Gedenktag der evangelischen Kirchen für die Verstorbenen. Totensonntag ist ein sogenannter stiller Feiertag und der Sonntag vor dem ersten Advent, also zwei Tage nach dem großen Weihnachtsliedaufschlag in der öffentlich-rechtlichen ARD. Dem ersten ist das schon aufgefallen:

Für einen Skandal reicht das wohl nicht.

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