Bahn stürzte auf Autobahn : Bahnunglück in den USA: Zug fuhr fast drei Mal so schnell wie erlaubt

Wagen eines entgleisten Zugs stehen in der Nähe von Seattle (USA) im US-Bundesstaat Washington auf einer viel befahrenen Autobahn.

Wagen eines entgleisten Zugs stehen in der Nähe von Seattle (USA) im US-Bundesstaat Washington auf einer viel befahrenen Autobahn.

Der Zug entgleiste und Wagen stürzten auf die Autobahn. Die Frage warum raste er über die Langsamfahrstrecke?

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19. Dezember 2017, 13:51 Uhr

Du Pont | Der am 18. Dezember im US-Bundesstaat Washington entgleiste Zug ist mehr als doppelt so schnell gefahren wie erlaubt. Statt rund 48 Kilometer pro Stunde sei er mit einer Geschwindigkeit von knapp 129 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, teilte Bella Dinh-Zarr von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Dies habe die Auswertung des Datenschreibers ergeben. Es sei aber noch zu früh um zu sagen, warum der Zug so schnell unterwegs gewesen sei. Die genauen Hintergründe des Unglücks waren zunächst weiterhin unklar.

Der Zug 501 entgleiste am Montag bei seiner Jungfernfahrt auf einem neuen Gleisabschnitt nahe der Stadt DuPont südlich von Seattle und stürzte von einer Brücke teilweise auf eine Autobahn. Dabei wurden drei Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt. Nach Angaben des Betreibers Amtrak befanden sich etwa 80 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord.

Als der Zug auf die Autobahn kippte, traf er mindestens fünf weitere Fahrzeuge, wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete. Unter den Fahrzeuginsassen gab es demnach keine weiteren Todesopfer.

Der neue Abschnitt war nach Angaben des Bundesstaates Washington seit 2010 für 181 Millionen Dollar ausgebaut worden, um Kurven zu vermeiden. Er soll laut Amtrak zehn Minuten Zeitersparnis bringen.

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