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Netzreaktionen auf Lokführerstreik : Bahn-Streik auf Twitter: „Stinkig bin ich immer noch“

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Für viele war es eine böse Überraschung nach Feierabend: Montag legte der Lokführerstreik den Zugverkehr in Deutschland lahm. Twitter-Nutzer fassen ihre Wut in Worte.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 11:44 Uhr

Berlin | „Der erste Streik soll im Schwerpunkt den Güterverkehr treffen, weniger die Fahrgäste“, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vor den groß angelegten Warnstreiks am Montagabend. In Rücksichtnahme auf Pendler und Wochenendreisende sollte der Streik vor allem die Bahn treffen. Doch dann kam es ganz anders.

Um Punkt 18 Uhr stand der Betrieb auf Deutschlands Bahnhöfen still. Über 90 Prozent aller Güter- und Personenzüge waren nach Angaben der GDL betroffen – und die Bahnreisenden sauer. Nicht nur in Großstädten wie Berlin und Hamburg war der Zugverkehr zeitweise komplett zum Erliegen gekommen. Auch an kleinen Bahnhöfen wie in Flensburg ging am Abend nichts mehr.

Inzwischen habe sich das Chaos vom Vorabend wieder normalisiert, heißt es von Seiten der Bahn. Reisende können wieder mit planmäßigen Zugverbindungen rechnen. Doch die üble Stimmung vom Vorabend hat bei vielen Spuren hinterlassen.

Die Forderungen der GDL: Fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Dies stößt bei vielen Betroffenen auf Unverständnis. Die Gewerkschaft gerät auf Twitter unter Beschuss.

Doch auch das Krisenmanagement der Bahn wird angeprangert. So bemängelte ein Bahngast bei Facebook: „An einigen Bahnhöfen gab es weder Personal noch Erstzverkehr.“ Ein anderer schreibt dort: „Habe echt Verständnis für die Streiks. Wofür ich gar kein Verständnis habe, ist, das ich zwei Stunden nach Ende des Streiks an einen kleinen Bahnhof stehe und wie immer nicht eine Information erhalte, wann denn möglicherweise irgendwann mal ein Zug hier vorbei kommen könnte.“ Auch auf Twitter zeigt sich der Unmut der Bahn-Kunden.

Wieder andere nehmen das gestrige Chaos mit Humor und sehen die Forderungen der GDL als Anregung für künftige Forderungen an den eigenen Arbeitgeber.

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