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Parodie : Australiens Premierminister Malcolm Turnbull macht sich über Donald Trump lustig

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Er äfft den US-Präsidenten bei einer Rede nach. Mitschnitte durften nicht gemacht werden, aber eine Journalistin tat es.

Canberra | Australiens konservativer Premierminister Malcolm Turnbull hat sich in einer Parodie über US-Präsident Donald Trump lustig gemacht. In einer Rede, deren Wortlaut gegen die eigentlichen Absprachen an die Öffentlichkeit gelangte, sagte der 62-Jährige über sein erstes Treffen mit Trump: „Es war so schön. Es war die schönste Entspannungsmaßnahme, die ich je hatte.“ Trump hatte das Kennenlerngespräch nach einem ersten, sehr unfreundlichen Telefonat verschoben. Dann blieb es verhältnismäßig kurz.

Die beiden Staatsmänner haben eine gemeinsame Geschichte: Bereits bei einem Telefonat zwischen Malcolm Turnbull und Donald Trump im Februar kam es zum Streit. Darin ging es um die Aufnahme von Flüchtlingen. Der US-Präsident soll danach gesagt haben: „Das ist bei weitem der schlimmste Anruf von allen.“ Jetzt könnte ihre Auseinandersetzung in die nächste Runde gehen.

Ein geheimer Mitschnitt einer Journalistin zeigt wie Malcolm Turnbull sich über Donald Trump lustig macht.

Ein geheimer Mitschnitt einer Journalistin zeigt wie Malcolm Turnbull sich über Donald Trump lustig macht.

Foto: Screenshot: shz.de
 

Turnbull machte bei dem Auftritt am Mittwochabend in Canberra dann weiter im Stil, der eigentlich dem US-Präsidenten zu eigen ist. „Der Donald und ich, wir gewinnen und gewinnen die Umfragen. Wir gewinnen so viel. Wir gewinnen, wie wir nie zuvor gewonnen haben.“ In Wahrheit rutschte Turnbull in den Umfragen ziemlich ab.

Der Premierminister fuhr dann fort, mit Blick auf Trumps Russland-Kontakte und dessen regelmäßige Klagen über Fake News, angebliche Falschnachrichten: „Wir gewinnen nicht nur die Fake Polls (gefälschte Umfragen). Wir gewinnen auch die echten, wie die Online-Umfragen. Die sind so einfach zu gewinnen. Ich weiß das. Ich kenne da so einen russischen Kerl. Glaubt mir: Es stimmt.“ Der australische Premierminister hielt seine Rede bei einer Gala, bei der auch viele Journalisten waren. Nach den vereinbarten Regularien hätte darüber nicht berichtet werden dürfen. Eine Journalistin, die an der Gala selbst nicht teilnahm, besorgte sich dann aber einen Mitschnitt.

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erstellt am 15.Jun.2017 | 12:53 Uhr

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