Eurovision Song Contest 2015 : Australien beim ESC in Wien: „Was so alles als Europa gilt“

Bei Twitter fragen sich einige Nutzer, was passiert, wenn Australien den Song Contest tatsächlich gewinnt.

shz.de von
11. Februar 2015, 11:54 Uhr

Wien | Australien soll beim diesjährigen Eurovision Song Contest in Österreich vertreten sein. Das Land werde anlässlich des 60. ESC einmalig in Wien an dem Event teilnehmen, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Es soll demnach für das Finale am 23. Mai gesetzt werden und nicht in einem der beiden Halbfinals antreten. Mit der Teilnahme Australiens werde der ESC auf ein neues Level gehoben, sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Ein weiterer Grund für diesen ungewöhnlichen Schritt: Das diesjährige Motto „Building Bridges“ soll in die Tat umgesetzt werden, wie die Veranstalter auf ihrer Homepage mitteilen. „Es ist ein mutiger und gleichzeitig unglaublich spannender Schritt“, sagt Jon Ola Sand, Executive Supervisor des Eurovision Song Contest. „Es ist unsere Art zu sagen: Lasst uns diese Party zusammen feiern!“

Trotz des großen Zeitunterschieds sollen australische Fernsehzuschauer auch über den ESC-Sieger abstimmen können. Das Event-Finale steigt in Wien an einem Samstagabend, in Australien wird es dann Sonntagmorgen sein.

Auch die Zuschauer aus den anderen 39 Teilnehmerländern sollen für den australischen Beitrag stimmen können. Der australische Vertreter soll noch gekürt werden. Sollte das Lied den ESC gewinnen, dürfte auch im kommenden Jahr wieder ein Künstler aus „Down Under“ teilnehmen. Nach Angaben der Veranstalter wird der ESC seit 1974 mit großem Fan-Zuspruch in Australien ausgestrahlt.

Die ungewöhnliche Nachricht wird bei Twitter unterschiedlich kommentiert. Vielleicht kam der Kontinent ja in der Nacht Richtung Europa?

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>+EIL+EIL+&#10;Neue Eskalation im Ost-West Konflikt.&#10;Australien schließt sich dem Bündnis des Eurovision Song Contest an.</p>&mdash; Herr-Hirn-Himmel (@Viel_Davon) <a href="https://twitter.com/Viel_Davon/status/565433082208325632">11. Februar 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Was mittlerweile so alles als Europa gilt... <a href="https://twitter.com/hashtag/ESC?src=hash">#ESC</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/EurovisionSongContest?src=hash">#EurovisionSongContest</a></p>&mdash; Victoria Herbst (@viherbst) <a href="https://twitter.com/viherbst/status/565203820259852289">10. Februar 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p><a href="https://twitter.com/LukeNason">@LukeNason</a> EUROvision! It&#39;s in the name!!   </p>&mdash; Carly (@Carly_Ambler) <a href="https://twitter.com/Carly_Ambler/status/565202157453205505">10. Februar 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>CONFUSED... Australia competing in this year&#39;s <a href="https://twitter.com/hashtag/EurovisionSongContest?src=hash">#EurovisionSongContest</a>?!? How? Did it float closer while we slept?</p>&mdash; John Dalziel (JD) (@JohnDalziel) <a href="https://twitter.com/JohnDalziel/status/565404634148515841">11. Februar 2015</a></blockquote>

Dieser Nutzer freut sich schon jetzt auf den Gast aus „Down Under". Er könne es kaum abwarten, twittert er:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>OMG! Australia is to compete in the <a href="https://twitter.com/hashtag/EurovisionSongContest?src=hash">#EurovisionSongContest</a> this year! I. Can. Not. Wait.</p>&mdash; Ricardo (@richchall) <a href="https://twitter.com/richchall/status/565205600553164800">10. Februar 2015</a></blockquote>

Ganz anders dieser Kommentar: Dass Australien teilnehmen dürfe, zeige einmal mehr die Lächerlichkeit des ESC auf.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Australia joining the <a href="https://twitter.com/hashtag/EurovisionSongContest?src=hash">#EurovisionSongContest</a> is just further proof of it&#39;s ridiculousness. <a href="https://twitter.com/hashtag/GeographyFail?src=hash">#GeographyFail</a></p>&mdash; Hazel✨ (@Hazel580) <a href="https://twitter.com/Hazel580/status/565452219609534465">11. Februar 2015</a></blockquote>

Auch die Konsequenzen eines australischen Erfolgs sind Thema in einigen Tweets:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>ok- falls Australien den ESC gewinnt, wird es spannend! <a href="https://twitter.com/hashtag/Zeitverschiebung?src=hash">#Zeitverschiebung</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/srfesc?src=hash">#srfesc</a></p>&mdash; SRF ESC (@srfesc) <a href="https://twitter.com/srfesc/status/565196216389357568">10. Februar 2015</a></blockquote>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Was passiert, wenn Australien beim <a href="https://twitter.com/Eurovision">@Eurovision</a> Songcontest gewinnt? <a href="http://t.co/pg0xbW5w16">http://t.co/pg0xbW5w16</a></p>&mdash; HAZ (@HAZ) <a href="https://twitter.com/HAZ/status/565437590573428737">11. Februar 2015</a></blockquote>

Die Antwort: Im Fall eines australischen Song-Contest-Sieges würde die Show 2016 nicht dort stattfinden. Stattdessen soll der australische Sender SBS als Co-Gastgeber in einer europäischen Stadt wirken. Üblicherweise richtet stets das Land des Gewinners die folgende Veranstaltung aus.

Beim diesjährigen Event kehren außerdem Serbien, Tschechien und Zypern auf die ESC-Bühne zurück. Die Ukraine verzichtet auf einen Start. Damit sind zwei Nationen mehr als im Vorjahr in Kopenhagen vertreten. Die österreichische Dragqueen Conchita Wurst hatte dort 2014 den Song Contest mit ihrer pompösen Ballade „Rise Like A Phoenix“ gewonnen. Der ESC gilt mit etwa 100 Millionen Fernsehzuschauern als größte Live-Musikshow der Welt.

Der deutsche Beitrag wird bei einem Vorentscheid am 5. März gekürt. Das Erste zeigt dann die von Barbara Schöneberger moderierte Show live aus Hannover.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen