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„Hogesa“ 2015 : Ausschreitungen in Köln: „Hooligans gegen Salafisten“ demonstrieren

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Diesmal durfte die fremdenfeindliche „Hogesa“-Gruppierung in Köln nur streng abgeschottet demonstrieren. Zehntausend Gegendemonstranten feierten ein friedliches Fest. Linksautonome störten das Bild.

Köln | In Köln haben am Sonntag mehr als 10.000 Menschen gegen eine Kundgebung der fremdenfeindlichen Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ demonstriert. An der „Hogesa“-Versammlung selbst beteiligten sich etwa 1000 Teilnehmer. Die Polizei trennte beide Lager mit einem Großaufgebot voneinander.

Am späten Nachmittag traten einige Teilnehmer bereits die Heimfahrt an -  in Polizeibegleitung. Gegen 17.30 Uhr war die „Hogesa“-Demo beendet.

Der Kölner Stadt Anzeiger berichtete in ihrem Liveticker von Krawall.  Vereinzelt kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Hooligans und Gegendemonstranten aus dem linken Lager.

Ein Teilnehmer der Hogesa-Demonstration (l) und ein Gegendemonstrant prügeln sich auf einer Wiese vor der Lanxess-Arena.

Ein Teilnehmer der Hogesa-Demonstration (l) und ein Gegendemonstrant prügeln sich auf einer Wiese vor der Lanxess-Arena.

Foto: dpa
 

Es kam zu Rangeleien zwischen Polizisten und linken Gegendemonstranten. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Begründung: Linke hätten Steine und Böller geworfen.

Den „Hogesa“-Veranstaltern fehlten zunächst Ordner für die Demonstration. Laut Auflage mussten 50 Ordner gestellt werden. Die Suche unter den Demonstranten gestaltete sich laut Liveticker schwierig: Die Kandidaten durften nicht alkoholisiert und nicht vorbestraft sein. Gegen 15.15 Uhr begann die Demo.

Anhänger der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ konnten am Sonntag den Kundgebungsplatz vor der Kölner Messe nur nach eingehenden Kontrollen durch Polizisten betreten. In Zelten durchsuchen die Beamten die Demonstranten nach Waffen, Feuerwerkskörpern und Alkohol.

Auf dem nahe gelegenen Bahnhof Köln-Deutz versuchen Gegendemonstranten die Ankunft weiterer „Hogesa“-Teilnehmer zu blockieren. Aus der Kölner Innenstadt zogen nach Polizeiangaben rund 4500 Teilnehmer einer Gegendemonstration über den Rhein in den Stadtteil Deutz. Auf Bannern und Transparenten war „Kein Mensch ist illegal“, oder „Refugees welcome“ zu lesen. Unter dem Motto „Schützt Flüchtlinge und Menschenwürde“ hatte ein Bündnis aus mehr als 50 Gruppen und Vereinen einen „Anti-Hogesa-Aktionstag“ mit Kulturprogramm und Kundgebungen organisiert.

Die Polizei rechnet insgesamt mit bis zu 23.000 Teilnehmern.

Vor einem Jahr hatte es bei der ersten „Hogesa“-Demonstration schwere Krawalle gegeben, bei denen rund 50 Polizisten verletzt wurden. Anders als damals dürfen sich die Teilnehmer der „Hogesa“-Kundgebung diesmal nicht in der Innenstadt versammeln. Sie treffen sich auf einem Platz in der Nähe des Deutzer Bahnhofs.

 

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erstellt am 25.Okt.2015 | 17:26 Uhr

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