Schwarzes Meer vor Ukraine : Ausflugsschiff kentert bei Odessa - 14 Tote

Eine Bronzestatue im Seehafen von Odessa. Etwa einen Kilometer vor der Küste ereignete sich das Unglück.
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Eine Bronzestatue im Seehafen von Odessa. Etwa einen Kilometer vor der Küste ereignete sich das Unglück.

Die „Iwolga“ hatte Platz für 20 Passagiere, an Bord waren fast 40. Das Schiff kenterte einen Kilometer vor der Küste.

shz.de von
18. Oktober 2015, 10:56 Uhr

Bei einem Schiffsunglück vor der ukrainischen Schwarzmeerstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens 14  Menschen ums Leben gekommen. Das Ausflugsboot „Iwolga“ mit fast 40 Menschen an Bord sei am Samstag etwa einen Kilometer vor der Küste gekentert, teilte die Verwaltung der Hafenstadt am Samstag örtlichen Medien zufolge mit. Retter konnten 22 Überlebende aus dem Wasser bergen.

Die „Iwolga“ hat ersten Ermittlungen zufolge am Mittag einen nahen Privathafen verlassen. Bei der Rückkehr kenterte das Schiff dann. Als Grund für die Tragödie nannte Behördensprecher Wladimir Schmak einen Sturm. Das Schiff soll demnach keine Rettungswesten an Bord gehabt haben. Den Ermittlungsbehörden zufolge war das für etwa 20 Passagiere zugelassene Schiff überladen und in ein Unwetter geraten. Die Verwaltung von Odessa erklärte den Sonntag zum Tag der Trauer.

Regierungschef Arseni Jazenjuk beauftragte eine Sonderkommission mit der Untersuchung des Unfalls. Der Gouverneur von Odessa und georgische Ex-Präsident Michail Saakaschwili brach einen Arbeitsbesuch in der Westukraine ab. Auch Vize-Infrastrukturminister Juri Waskow wurde in Odessa erwartet. Die Millionenstadt ist der wichtigste Hafen der Ex-Sowjetrepublik Ukraine.

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