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Perseiden 2015 in Deutschland : Augen hoch! Es ist Sternschnuppenzeit

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Der Meteorstrom der Perseiden schenkt uns ein grandioses Schauspiel: Höhepunkt ist der 13.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2015 | 09:01 Uhr

In den lauen Sommernächten im August dürfen sich Sternengucker auf besonders viele Sternschnuppen freuen. Sie kommen vom prominenten Meteorstrom der Perseiden. Der Höhepunkt der Perseidenaktivität ist in den Morgenstunden des 13. zu erwarten. Stündlich flammen dann über hundert Meteore auf, darunter auch sehr helle Exemplare. Die Sternschnuppen scheinen dem Sternbild Perseus zu entströmen. Sie flitzen in alle Himmelsrichtungen.

Die Perseiden sind schnelle Sternschnuppen. Sie treten mit rund 60 Kilometer pro Sekunde – 216.000 Kilometer pro Stunde – in die Erdatmosphäre ein. Mit dieser Geschwindigkeit dauert ein Flug von der Erde zum Mond nur eineinhalb Stunden. In den Tagen vor und nach dem Maximum ist immer noch mit rund fünfzig Meteoren pro Stunde zu rechnen. Die Perseiden sind abgelöste Trümmerstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Im Volksmund werden sie auch Laurentius-Tränen genannt. Der Märtyrer Laurentius wurde am 10. August 258 auf glühendem Rost zu Tode gefoltert.

Saturn ist im August Paradeplanet der ersten Nachthälfte. Mit Einbruch der Dunkelheit sieht man den ringgeschmückten Planeten am Südwesthimmel im Sternbild Waage an der Grenze zum Skorpion. Anfang des Monats ging Saturn eine Stunde nach Mitternacht unter, zu Monatsende bereits um 23 Uhr. Mars kann unter extrem guten Sichtbedingungen ab 20. August in der Morgendämmerung tief am Nordosthimmel mit einem Fernglas erspäht werden. Ende August erscheint Venus am Morgenhimmel. Am 26. August wird Jupiter von der Sonne im Sternbild Löwe eingeholt. Er bleibt nachts unter dem Horizont.

Der Sternenhimmel im August 2015.
Der Sternenhimmel im August 2015. Foto: dpa

Der Mond kam am 2. August mittags mit 362.140 Kilometern Abstand in Erdnähe, am 18. frühmorgens passiert er seinen erdfernsten Punkt. Dabei trennen ihn 405.850 Kilometer von uns. Am 14. tritt um 16.53 Uhr die Neumondphase ein. Vollmond wird am 29. um 20.35 Uhr im Sternbild Wassermann erreicht. Die Vollmondscheibe erscheint besonders groß, da der Mond einen Tag später zum zweiten Mal im August in Erdnähe kommt – mit einer Entfernung von nur 358.300 Kilometern.

Am Fixsternhimmel dominiert das Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Zu Monatsbeginn steht es gegen 23 Uhr hoch im Süden, Ende August bereits zwei Stunden früher. Weit im Westen funkelt der Bärenhüter, besser unter dem Namen Arktur bekannt. Arktur leuchtet orange-rot und ist der Hauptstern des Sternbildes Bootes oder Rinderhirt.

Im Südwesten bereitet sich der Skorpion auf seinen Untergang vor. Ihm folgt im Tierkreis der Schütze. Im Schützen hält sich zur Zeit der ferne Zwergplanet Pluto auf. Anfang August stand er knapp südlich des Sternes Sigma1 Sagittarii. Pluto kann jetzt am Abendhimmel beobachtet werden, vorausgesetzt, man verfügt über ein Teleskop mit mindestens 25 Zentimeter freier Öffnung und eine gute Sternkarte. Östlich vom Schützen nimmt der lichtschwache Steinbock seinen Platz ein. Ihm folgt im Südosten der Wassermann.

Das schimmernde Band der sommerlichen Milchstraße zieht sich im hohen Bogen über das vormitternächtliche Himmelsgewölbe. Allerdings bietet sich in lichtüberfluteten Städten nur noch selten die Gelegenheit, dieses Naturphänomen wahrzunehmen. Auf dem Land herrschen dagegen bei klarem Himmel nahezu ideale Bedingungen.

Die Sonne wandert am absteigenden Ast ihrer Jahresbahn und nähert sich dem Himmelsäquator. Am 11. August verlässt sie das Sternbild Krebs und wechselt in das Sternbild Löwe. Am 23. tritt sie mittags in das Zeichen der Jungfrau. Die Tageslänge nimmt im August in Hamburg um eine Stunde und 56 Minuten ab, in Köln um eine Stunde und 54 Minuten und in Stuttgart um eine Stunde und 36 Minuten.

 

 

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