Geplanter Terroranschlag : Auftrag Massenmord: Düsseldorfer IS-Terroristen vor Gericht

Der Angeklagte Mahood B. hält sich im Oberlandesgericht hinter einem Heft versteckt.
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Der Angeklagte Mahood B. hält sich im Oberlandesgericht hinter einem Heft versteckt.

Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt: IS-Terroristen sollten im Auftrag des Islamischen Staats ein Blutbad anrichten.

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05. Juli 2017, 14:50 Uhr

Düsseldorf | Drei mutmaßliche IS-Terroristen müssen sich seit Mittwoch vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten. Laut Anklage wollten sie in der Altstadt von Düsseldorf ein verheerendes Blutbad anrichten: Der Bundesanwaltschaft zufolge sollten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft sprengen, dann sollten weitere Terroristen möglichst viele flüchtende Menschen erschießen.

Im Juni 2016 nahmen die Sicherheitsbehörden die Terrorverdächtigen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg fest. 2014 standen schon einmal vier Männer, die einen Anschlag auf Düsseldorf verüben wollten, in der Stadt vor Gericht.

Der mutmaßliche Kopf der Terrorzelle, der Syrer Saleh A., hatte sich in Paris gestellt. Er soll die Pläne im Februar 2016 den Behörden verraten haben. Daraufhin waren seine mutmaßlichen Komplizen einige Monate später in Asylunterkünften in Deutschland festgenommen worden.

Der Auftrag für den Anschlag soll Saleh A. bereits 2014 von der Führungsebene der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) erteilt worden sein.

Die Verteidiger von zwei Angeklagten hatten vor dem Prozess Zweifel an den Aussagen des mutmaßlichen Kopfes der Terrorzelle geäußert. Was seinen Mandanten angehe, stimme nicht einmal dessen Name und Nationalität, sagte Rechtsanwalt Marvin Schroth. Sein Mandant sei kein Syrer, sondern Algerier. Und in dem Zeitraum, in dem ihn die Anklage in einem IS-Ausbildungscamp in Syrien vermutet habe, habe er in Algerien seinen Militärdienst geleistet.

Allen drei Angeklagten werden eine IS-Mitgliedschaft und die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen. Das Gericht zog einen psychiatrischen Gutachter hinzu, der die Schuldfähigkeit von zwei der drei Angeklagten prüfen soll.

Für den Prozess sind bis Dezember bislang 36 Verhandlungstage vorgesehen. Ein vierter Verdächtiger wird gesondert verfolgt. Er sollte laut Ermittlern die Sprengstoffwesten herstellen.

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