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14 Tote nach Schießerei : Attentat in Kalifornien: Was trieb die Täter an?

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Das Ehepaar hatte offenbar ein beachtliches Waffenarsenal im Haus und Kontakt zu Terroristen. Und eine kleine Tochter.

San Bernardino | War es ein Streit bei der Arbeit – oder ein terroristischer Anschlag? Ein genaues Motiv für das Blutbad in einer Sozialeinrichtung in Kalifornien ist noch nicht bekannt. Es verdichten sich jedoch die Hinweise, dass die Attacke in San Bernardino mit 14 Toten einen Terrorhintergrund haben könnte. Als Motiv kommt aber auch ein Streit am Arbeitsplatz in Frage.

Die USA sind in der Frage nach dem Waffenrecht gespalten. Während Kritiker in den liberalen Gesetzen eine Gefahr sehen, empfinden Befürworter das Tragen einer Waffe als Freiheit und Grundrecht.

Fest steht: Die Tat sei eindeutig geplant worden, sagte FBI-Ermittler David Bowdich. Die beiden hätten eine „Mission“ gehabt. Die Angreifer besaßen ein großes Waffenarsenal. Allein in ihrer Wohnung fanden Ermittler zwölf Rohrbomben und mehr als 4500 Schuss Munition für Sturmgewehre, Pistolen und langläufige Waffen. Das Paar sei zu weiteren Angriffen fähig und ausgerüstet gewesen, sagte Burguan.

 

Wie die Sender CNN und CBS am Donnerstag unter Berufung auf Ermittlerkreise berichteten, soll ein Täter, der 28-jährige Syed Farook, über soziale Medien mit Terrorverdächtigen Kontakt gehabt haben. Der US-Bürger, der seine pakistanische Frau Tashfeen Malik (27) im Internet kennenlernte und erstmals in Saudi-Arabien traf, war mit ihr im Juli 2014 in die USA eingereist. Gemeinsam hatten sie eine sechs Monate alte Tochter.

Das Ehepaar hatte am Mittwoch bei einer Weihnachtsfeier in einer Sozialeinrichtung des Bezirks San Bernardino ein Blutbad angerichtet. Die vierzehn Todesopfer waren zwischen 26 und 60 Jahre alt. Zwölf von ihnen seien Bezirksangestellte gewesen, sagte Polizeichef Jarrod Burguan. Nach Mitteilung der Polizei wurden auch 21 Menschen verletzt. Das schwer bewaffnete Ehepaar wurde von der Polizei nach einer Verfolgungsjagd getötet.

Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown erklärte am Donnerstagabend, dass alles für die Sicherheit der Bevölkerung getan werde. Das Blutbad hat aber erneut die laschen US-Waffengesetze in die Kritik gebracht. Die Daily News aus New York prangern die Haltung der Republikaner an, die Einschränkungen im Waffenrecht blockieren. Auf dem Titel zitieren sie Tweets der republikanischen Politiker Ted Cruz, Rand Paul, Lindsey Graham und Paul Ryan, die per Twitter ihre Gebete nach dem Amoklauf kundtun. „Gott wird das nicht in Ordnung bringen“, titelt die Zeitung. Und weiter: „Während die nächste Fuhre unschuldiger Amerikaner in einer Pfütze ihres Blutes liegt, verstecken sich die Feiglinge, die diese Waffenplage beenden könnten, hinter bedeutungslosen Platitüden.“

 

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erstellt am 04.Dez.2015 | 10:17 Uhr

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